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Hier bloggt Prof. Dr. Jendrosch ...

16.08.2016

Personalpolitik: anonyme Bewerbungen aussichtslos

Nur 17 % der Personaler in Deutschland akzeptieren anonymisierte Bewerbungen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Jobportals Indeed.

Personaler begründen die Ablehnung anonymer Bewerbungen u. a. damit, dass sie ein Foto des Bewerbers sehen wollen (34 %). Ebenfalls je rund ein Drittel gab an, die Passung ins zukünftige Team überprüfen zu wollen (30 %) und eine vollständige Bewerbung für die allgemeine persönliche Einschätzung zu benötigen (27 %). Das Risiko von Manipulationen nannten immerhin noch 22 % der befragten Personaler als Grund für ihre Ablehnung.

BE.HAVE sieht die Bedeutung von Bildern erneut bestätigt.

16.08.2016

Imany landet den Sommerhit 2016

(Bild: Universal International Division/Barron Clairborne)

Musikmarketing: der Sommerhit des Jahres 2016

(TJ) GfK Entertainment ermittelte aktuell den Sommerhit des Jahres: "Don't Be So Shy" von Imany (im Filatov & Karas Remix) ist bereits seit Wochen an der Spitze der Deutschen Single-Charts. Nach "Ain't Nobody (Loves Me Better)" (2015) und "Prayer In C" (2014) ist "Don't Be So Shy" der dritte Remix, der ein Sommerhit wird.

"Don't Be So Shy" erfüllt laut GfK alle Kriterien, die einen Sommerhit ausmachen: Er hat eine eingängige Melodie, ist zum Tanzen geeignet, verbreitet Urlaubsstimmung, stand möglichst auf Platz eins der Charts, wurde durch kein Großevent bekannt, wird in Clubs rauf und runter gespielt und stammt von einem Künstler, der in den Jahren zuvor keine großen Charterfolge feiern konnte. Dazu kommen hohe Abrufe auf Musik-Streaming-Portalen und im Social Media Bereich.

BE.HAVE kann das Urteil nur bestätigen ...

 

16.08.2016

Medienkonsum: motivierende Musik

(TJ) 67 Prozent aller Deutschen empfinden Musik bei der Arbeit als motivierend und inspirierend, so das Ergebnis einer aktuellen Panel-Studie im Auftrag von MediaMarkt.

Musik beeinflusst demnach die Befindlichkeit: Fast jeder Zweite baut beim Musikhören Stress ab (48 Prozent) oder schafft es so morgens besser aus dem Bett (46 Prozent). Beim Autofahren bekommen 75 Prozent der Befragten von lauter Musik im Auto gute Laune.

Was den Musikgeschmack angeht: 68 Prozent aller Befragten lieben Pop-Musik, doch es gibt regionale Besonderheiten: Die Bayern stehen mit 66 Prozent fast so sehr auf Rock wie auf Pop (70 Prozent) und in Sachsen und Thüringen sind mit 50 Prozent Schlager ganz besonders beliebt. Heavy Metal ist mit 22 Prozent in Baden-Württemberg am beliebtesten und in Nordrhein-Westfalen hört jeder Vierte (24 Prozent) gerne Reggae.

BE.HAVE bevorzugt eine doch eher basslastige Beschallung.

13.07.2016

Wer will lange Blicke mit mir tauschen?

Verhaltensforschung: Drohstarren

(TJ) Wenn die Blicke zweier Menschen sich kreuzen, dann kann das der Anfang eines Flirts sein, aber ebenso eine gefühlte Bedrohung. Forscher aus England untersuchten experimentell, wie lange der Blickkontakt zu anderen Menschen dauern sollte, um als angenehm empfunden zu werden: Im Schnitt sind es demnach etwa drei Sekunden, unabhängig von Alter und Geschlecht, so die Studie. Jedoch mögen Männer es mit zunehmenden Jahren, gerne auch länger angeschaut zu werden. Von Frauen, versteht sich.

BE.HAVE gewinnt dieser Betrachtung Interesse ab, weil sie wissenschaftlich belegt ist.

 

3.06.2016

BE.HAVE Buchtipp!

Verhaltenssteuerung: Die Macht von Wort und Musik
(TJ) Die Welt der Wirtschaftspsychologie ist voll von Versuchen, Menschen in ihrem Verhalten zu lenken und leiten. Wie man die Gedanken und Gefühle von Verbrauchern sprachlich beeinflussen kann, illustriert das neue Buch des Werbetexters Armin Reins: "Text sells" ist ein aufwendig gestaltetes Lehr- und Lesebuch, bei dem das Stöbern auf den 384 liebevoll illustrierten Seiten großen Spaß macht. Grandios ist etwa das Nuschelinterview mit Udo Lindenberg ("ja ja und natürlich späßchen, sexy hexi und so"). Aber auch die Fallbeispiele zu Nivea Otto, Ikea & Co. sind erkenntnisreich und spannend zu lesen. Wer als praktisch veranlagter Wirtschaftspsychologe wissen will, wie gute Texte gestrickt sein müssen, wie die Cliffhanger-Methode und vieles mehr funktioniert, der kommt um "Text sells" (Verlag Hermann Schmidt, Mainz) nicht herum.

Aber auch Worte, die in Musik gegossen sind, haben eine gewisse Macht über den Menschen. Mit musikalischer Manipulation beschäftigt sich das interessante Video des Wissenschaftsjournalisten Harald Lesch, das BE.HAVE an dieser Stelle empfiehlt:

 

PROMO ------ PROMO ------

11.05.2016

Sozialforschung: Gender Pay Gap

(TJ) Ein aktuell durchgeführtes Experiment der Forscher Beblo und Schröder von der Uni Hamburg mit 900 Teilnehmern zeigt, dass die Gehaltsdifferenz zwischen Männern und Frauen bei 23 Prozent liegt: Das experimentelle Ergebnis übertrifft mithin sogar die traurige Job-Realität. Eine Erklärung könnte im geschlechtlichen Rollenverhalten liegen, so ein Erkärungsansatz.

BE.HAVE empfiehlt den Frauen daher, sich von nachteiligen Rollenzwängen zu befreien.


BE.HAVE ist von diesem Internet fasziniert ... (c) pennystocks.

05.05.2016

Heft 5/16 jetzt am Kiosk.

Was garantiert den Erfolg am Musikmarkt?

(TJ) Es ist die alte Frage, auf die man als Künstler immer aufs Neue nach Antworten sucht: Wie lautet die Hit-Formel? Eine konsequente Hörerorientierung könnte zumindest im kommerziellen Bereich der Pop-Musik von Vorteil sein. Pluspunkte dürfte auch verbuchen, wer nah am Zeitgeist produziert:

"Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist es interessant, dass sich junge Hörer von älteren insofern unterscheiden, als letztere zunehmend im Musikgeschmack ihrer Jugend verhaftet bleiben. Wer Musik für Jugendliche und junge Erwachsene produziert, sollte daher mehr Originalität, sprich Orientierung am wechselnden musikalischen Zeitgeist (z. B. RnB-lastigen Pop) bieten, als es bei der Musikproduktion für ältere Hörer (Generation Ü40) erforderlich scheint. Man staunt, wie lebendig in Internetforen z. B. die Musik der 80er Jahre immer noch diskutiert wird. Geradezu sehnsüchtig werden dort Neuerscheinung, etwa im "Stil von Künstler XY" herbeigewünscht, jedoch meist nur in Remixen von Altbekannten halbwegs befriedigt. Kylie Minogues letzte Weihnachtssingle ("Every Day's Like Christmas"), nach über 20 Jahren erstmals wieder von Stock, Aitken & Waterman abgemischt, war daher eine kleine Sensation, nicht nur verkaufstechnisch. Solche Retro-Nischen dürften tatsächlich einen überschaubaren, aber vergleichsweise leicht zu bedienenden - und wachsenden - Musikmarkt darstellen. Denn zumindest die formalen Rahmenbedingungen der zu entwickelnden Songs, also Instrumentierung, Klang, Rhythmus usw., sind hier hinreichend bekannt und würden von der Zielgruppe wohl goutiert werden.

Ergänzend sei noch ein interessantes Experiment aus der Wahrnehmungspsychologie erwähnt, das sich gut auf die Musik übertragen lässt: Forscher haben einmal sehr viele Bilder von sehr schönen Gesichtern virtuell übereinandergelegt. Man wollte herausfinden, ob sich die Merkmale von physischer Attraktivität auf diese Weise zum perfekten Gesicht verdichten lassen. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd: Kein ästhetischer Hingucker wurde erzeugt, sondern nur ein langweiliges Durchschnittsgesicht. Ähnlich verhält es sich leider auch in der Musik: Wer einfach nur das nachmacht, was andere Songs erfolgreich gemacht hat, der liegt im Ergebnis nicht falsch. Aber immer wird der entscheidende Funke fehlen, der einen musikalischen Kracher zündet."

Mehr dazu findet sich im aktuellen Themenspecial der Zeitschrift Sound & Recording, Heft 5/2016.

 

Pop-Erfolgsfaktoren:


-
Möglichst im Team produzieren
- Kreativen Output erhöhen
- Präsenz und Sichtbarkeit herstellen
- Musikalische Segmente besetzen
- Erwartungen der Zielgruppe bedienen
- Multiplikatoren und Meinungsbildner ins Boot holen

BE.HAVE liebt Bässe und schnelle Beats ...


Buchtipp: www.johnseabrook.com

 

30.03.2016

(Pressefoto: obs/Langnese)

Marketing: Erfolgreiche Werbesongs

(TJ) Manche Lieder sind musikalische Ohrwürmer, so wie der Song "Ice in the Sunshine". Der Langnese-Werbeklassiker der Gruppe "Beagle Music Ltd." aus dem Jahr 1986 wurde nun zum 80. Firmenjubiläum des Eisherstellers wieder einmal neu aufgelegt. Ob der Song mit Heinos Stimme allerdings zum Sommerhit des Jahres 2016 wird, bleibt abzuwarten.

BE.HAVE kann sich eher für das Original (siehe unten) begeistern ...

 

17.02.2016

Kinokunden: beliebteste Blockbuster

(TJ) Aktuell liegt "Deadpool", eine schräge Superheldenstory, an der Kinokasse (weltweit) ganz vorn, wie das Ranking von Rentrak zeigt. In Deutschland erfreuten sich im vergangenen Jahr (2015) dagegen folgende Filme (siehe nachstehende Tabelle) großer Beliebtheit bei den Kinogängern.

BE.HAVE bekennt, nicht an allen Blockbustern gleichermaßen Gefallen zu finden ...

Gern gesehene Filme 2015

TITEL: UMSATZ in Mio. €: BESUCHER in Mio.:
Star Wars: Das Erwachen der Macht 79,8 7,0
James Bond: Spectre 63.7 6,7
Fack Ju Göthe 2 62,1 7,6
Minions 57,9 6,9
Honig im Kopf 50,1 6,2
Jurassic World 44,0 4,1
Die Tribute von Panem - Mockingjay 2 39,3 3,8
Fifty Shades of Grey 38,5 4,4
Fast & Furious 7 37,1 4,2
Avengers: Age of Ultron 28,3 2,4

26.01.2016

Verbraucherverhalten: Musikalischer Mischkonsum

(TJ) Welche Songs stehen für welche Alkoholsorte? Das Marktforschungsunternehmen appinio befragte dazu 3000 Deutsche im Alter von 18 bis 29 Jahren: Mit 26% ist Popmusik das beliebteste Genre. Und die Liebhaber solcher Musik trinken offenbar am liebsten Bier, so die Studie (siehe Abb. unten). Auch interessant: 19% aller Hörer trinken gar keinen Alkohol.

BE.HAVE findet Abstinenz völlig unbedenklich ...

(Bild: obs/appinio GmbH)

21.12.15

Fire, Kindle & Co.

Amazons eigene erfolgreiche Produktpalette ...

Konsumrausch: Amazon feiert Verkaufsrekord

(TJ) Mehr als 5,4 Millionen Produkte wurden bei Amazon.de allein am 14. Dezember 2015 bestellt, dem damit erfolgreichsten Einkaufstag in der Geschichte von Amazon.de. Auf der Verkaufshitliste ganz oben finden sich:
- Fire TV Stick
- Kindle Paperwhite
- Fire Tablet
- Play Station 4
- Star Wars - Die komplette Saga auf Blu-ray
- CDs "Muttersprache" von Sarah Connor - und natürlich
- Weihnachten mit Helene Fischer ...

BE.HAVE wünscht eine schöne Bescherung!

 

25.11.15

Konsumentenforschung: Eye-Tracking zur Ladengestaltung

(TJ) Wie müssen Regale gestaltet und wie Produkte platziert werden, damit Kunden sich leichter im Laden zurechtfinden? Aktuelle Antworten liefert ein Blicktest von Ergoneers (ein Spin-off der TU München) in einem Elektronik-Fachmarkt, in dem vorab bestimmte Blickziele (AOIs = Area of Interest) festgelegt wurden. Im Ergebnis (siehe Video unten) zeigte sich, dass durch eine gezielte Präsentation der Produkte die Aufmerksamkeit gelenkt werden kann, ohne dass dies den Kunden tatsächlich bewusst wird.

BE.HAVE findet die Ergebnisse spannend.

18.11.15

Themenschwerpunkt: Musikpsychologie

Musikpsychologie: Mood-Management

(TJ) Wie klangliche Schlüsselreize das menschliche Empfinden steuern: Musik, die nicht der Kunst verpflichtet ist, sondern kommerziellen Zielen und Zwecken folgt, bezeichnet man gemeinhin als "Gebrauchsmusik". So soll uns die Hintergrundmusik im Supermarkt zum Shoppen anregen, der Klangteppich im Aufzug uns die Ängste nehmen und der Schlager während einer Kaffeefahrt die Senioren zum Schunkeln bringen. Was anspruchslos klingt, ist in der Praxis jedoch keineswegs so einfach umzusetzen. Sounddesigner in der Werbung und Komponisten fürs Kino müssen die psychologischen Wahrnehmungsmuster der Menschen sehr genau kennen und die Musik der Zielsetzung entsprechend wirksam gestalten.

Mehr dazu in SOUND & RECORDING 11/2015 ...

 

28.10.15

Bild: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser/Stefan Menne

Konsumentenverhalten: Biertrinker als Bittsteller

(TJ) Wer hofft, an einer vollen Supermarktkasse vorgelassen zu werden, sollte nicht als Bierkäufer sichtbar werden. Eine Studie von Lange & Eggert legt nahe, dass die Hilfsbereitschaft auch auf der Beurteilung des Bittstellers beruht. Denn wer mit einer Flasche Sprudelwasser im Warenkorb darum bittet vorgelassen zu werden, hat jedenfalls ein deutlich besseres Image - und damit auch erhöhte Erfolgschancen, so die aktuelle Studie der TU Braunschweig.

BE.HAVE kann die Studienergebnisse bestätigen.

 

08.10.15

Na also, geht doch! Jetzt auch als Hörbuch ...
(TJ) Peer, der Psychiater, wurde professionell vertont und ist ab sofort als Hörbuch zum Download bei audible.de und vielen anderen Anbietern erhältlich.

Infos zu Buch & Hörbuch: www.naalsogehtdoch.de

 

13.08.15

Attribution: Beauty is good

(TJ) Attraktive Menschen treten im Beruf meist selbstbewusst auf und verdienen auch besser, so eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA).

Der "Schönheits-Bonus" fällt demnach in Deutschland größer aus als in anderen Ländern: Schöne Frauen verdienen hierzulande rund 20 Prozent mehr als der Durchschnitt, attraktive Männer immerhin etwa 14 Prozent. Viele Arbeitgeber, Kollegen und Kunden bevorzugen attraktive Mitarbeiter – nicht nur der Optik wegen, sondern auch, weil gut aussehende Menschen als vertrauenswürdiger, kompetenter und produktiver gelten. Die Bewertung der Attraktivität beginnt offenbar früh: Schon Lehrer neigen dazu, hübsche Schüler bevorzugt zu behandeln.

BE.HAVE findet den Beamten-Bonus (siehe Abb. unten) bemerkenswert.

(Bild: IZA.org)

13.08.15

Führung und Verhalten: Systemisches Coaching

(TJ) Thomas Webers, früherer Chefredakteur der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie aktuell, hat ein Buch veröffentlicht (Systemisches Coaching, Springer Verlag), das eine knappe und übersichtliche Einführung ins Coaching bietet. Das Werk richtet sich vor allem an Studenten der Psychologie oder verwandter Richtungen sowie an Coaching-Verantwortliche in Unternehmen, an Weiterbildner und Praktiker, die Wert auf eine wissenschaftliche Fundierung ihrer Praxis legen.

BE.HAVE Buchtipp!

 

13.08.15

Fahrverhalten: Muktitasking?

(TJ) Das Institute of Advanced Motorists fragte 500 Autofahrer nach ihrem Verhalten beim Fahren. 9 Prozent schossen schon mal Selfies während der Fahrt; besonders betroffen sind offenbar Männer. Selbst Skypen während der Fahrt ist kein Tabu mehr, so die Studie: Facetime & Co. nutzten bereits 8 Prozent am Steuer.

BE.HAVE staunt über die offenbar doch sehr stabile Netzverbindung beim Fahren …

13.08.15

Musikpsychologie: Mood Management

(TJ) Moderatorin Edith Bowman geht in einer neuen Sendung auf Sky der Frage nach, welche Musik die Menschen in romantische Stimmung versetzt. Gut geeignete Songs setzen offenbar Glückshormone frei und führen zu einer positiven Partnerbewertung. Wer bei der Songauswahl auf der sicheren Seite sein will, bedient sich einfach der bewährten Top-Ten-Liste …

(nach Daily Mail v. 18.7.15, S. 25)

13.08.15

Dating Portale: Impression Management

(TJ) Die Zeitschrift Evidence Based Medicine stellte eine englische Studie vor, die das Auswahlverhalten auf Dating-Portalen untersuchte. Einige Ergebnisse: Namen, die am Anfang des Alphabets stehen, haben bessere Erfolgschancen. Und Namen mit positiven Assoziationen (z. B. Fun2bwith) kommen bei der Partnersuche besonders gut an. Männer bevorzugen Frauennamen (z. B. Blondie, Cutie), die auf Schönheit schließen lassen. Frauen mögen dagegen Namen, die Intelligenz und Kultiviertheit erkennen lassen.
Was das Foto angeht, so wirken Falten beim Lachen offenbar extrem postiv. Frauen sollten zudem ihren Kopf etwas schief legen, um die Attraktivität beim Auswahlprozess zu erhöhen, so die zitierte Studie.

BE.HAVE war das natürlich nicht neu ...

 

26.06.15

So gut riecht Geld!

Film: Versicherungsvertreter 2

Megalomanie: Versicherungsvertreter 2

(TJ) Bereits Teil 1 der Dokumentation war grandios. Klaus Stern hat mit dem zweiten Teil der Dokumentation über den Vertriebsprofi Mehmet Göker nicht nur großes Kino produziert, sondern erneut ein Lehrstück in praktischer Persönlichkeitspsychologie vorgelegt. Es ist schlicht faszinierend, Sprache und Verhalten des Gefilmten hautnah am Bildschirm zu verfolgen. Charisma pur, Genie und Wahnsinn. Besser als jedes Buch über Betriebswirtschaftslehre!

BE.HAVE ist vom Film begeistert!

 

26.06.15

Seifenopern im TV

Buchtipp: Cippitelli/Schwanebeck

Medienkonsum: Verbotene Liebe vorbei

(TJ) Zuschauer der ersten Stunde dürfte der Abschied besonders schmerzen: Jan und Julia, das sich liebende Geschwisterpaar aus den Anfangsfolgen, sind längst schon Geschichte. Nun haben auch die von Lahnsteins, die von Anstettens und all die anderen Filmfiguren mit Folge 4664 ihr endgültiges Serienende gefunden, so der WDR.

Die Verbotene Liebe stand über 20 Jahre für ein Medienphänomen, über das die Menschen geteilter Meinung waren: Vertane Lebenszeit oder sinnvoller Lustgewinn? Aber Fragen wie diese waren auch immer für Forschungen gut (siehe Buchtipp). Der Autor dieser Zeilen selbst erinnert sich gern zurück an einen Besuch am Set, an ein Interview mit Enrique Sánchez-Lansch, dem Regisseur der ersten Jahre, an einen Abstecher ins "No Limits". Alles perdu ...

BE.HAVE findet den Beschluss des WDR bitter.

 

30.05.15

Einkaufsverhalten: Schlange stehen …

(TJ) Schlangen an den Kassen sind echte Umsatzkiller, wie eine aktuelle Umfrage des EDV-Herstellers Epson belegt. So sagten 29 Prozent der Befragten, dass sie schon einmal einen Laden aufgrund von Warteschlangen verlassen haben – trotz gefülltem Einkaufswagen! Ein weiteres Viertel gab an, dass sie ein Geschäft erst gar nicht betreten, wenn sie Warteschlangen sehen. Für mehr als 90 Prozent aller Befragten, gehört eine schnelle Abfertigung an der Kasse zu den wichtigsten Leistungen eines Einzelhändlers.

BE.HAVE behält sich ebenfalls vor,

vor vollen Kassen zu flüchten ...

24.04.15

Literaturtipps: psychologisch angehaucht …

(TJ) Stefan Schwarz schreibt unglaublich witzige Bücher. „Die Großrussin“ z. B. ist ein echter Kracher. Wer kognitive Dissonanzen mag, der wird seine Romane lieben.

Über die „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Das Buch beherrschte die Bestsellerlisten völlig zurecht: Prophetismus und Psychoanalyse pur.

Jens Westerbeck ist ebenfalls ein Klasse für sich. „Aftershowparty“ präsentiert praktische Medienpsychologie. Ein bitterböser Roman, für Zartbesaitete ungeeignet.

BE.HAVE befindet: Lesen bildet!

 

17.04.15

Spendenstudie: Schönheit bringt Geld ...

Verhaltensbiologie: Schöne Frauen bringen mehr Geld

(TJ) Eine aktuelle englische Studie zur Spendenbereitschaft (online-Fundraising) zeigt, dass Männer (nicht aber Frauen) sich umso spendabler geben, je attraktiver ihnen die Spendensammlerin erscheint: Männer, die beobachten konnten, dass andere Männer hohe Summen an attraktive Sammlerinnen spenden, fühlten sich dadurch herausgefordert die gezahlte Summe noch zu überbieten. Männliches Balzverhalten aus der Steinzeit belebt also das Geschäft der GeldsammlerInnen aus der Neuzeit.

BE.HAVE war dieses Balzverhalten dank Eibl-Eibesfeldt bereits bekannt …

 

16.03.15

Rezeptionsverhalten: Internet & Co.
(TJ) Was das Internet für Buch und Bildung bedeutet, hat Christopher Schmidt treffend formuliert: Die neuen Medien "verschlingen nicht nur selbst viel Zeit, die dem Lesen verloren geht, sondern bringen darüber hinaus ein neues, flüchtiges Rezeptionsverhalten hervor. Kurze Kenntnisnahme und rasches Überfliegen setzen mittlerweile die Norm. Was nicht über Google oder Twitter greifbar ist, gilt bereits als entlegen und schwer zu beschaffen. Und was nicht bei Wikipedia steht, fällt aus dem Kreis verfügbaren Wissen heraus. Scannen statt studieren lautet das neue Paradigma." ("Seitenweise Glück", SZ v. 13.3.15, S. 4)

BE.HAVE nimmt die Kernaussage zur Kenntnis. Nächstes Thema.

12.03.15

Lernpsychologie: Reformitis
(TJ) Am Computer wird auf Tasten getippt. Soll man also heutzutage in der Grundschule überhaupt noch Schreibschrift lernen? Wieder einmal werden reformpädagogische Überlegungen angestellt, die bei vielen Eltern Kopfschütteln auslösen. Immerhin zeigt eine aktuelle Allensbach-Studie: 65 Prozent der Deutschen sind dafür, die Schreibschrift zu belassen.

BE.HAVE denkt genauso …

12.03.15

Konsumentenpsychologie: Blickverhalten
(TJ) Nicht grundlegend neu, aber doch immer wieder interessant sind die technischen Fortschritte bei der Blickverlaufsaufzeichnung: Die von Ergoneers (ein Spin-Off der TU München) vorgestellte Brille enthält zwei individuell einstellbare Eye-Tracking-Kameras, die eine unabhängige Erfassung der Augenbewegungen beider Augen mit 60 Bildern pro Sekunde in Full-HD-Qualität ermöglichen. Testvideos und Anwendungsmöglichkeiten findet man auf Youtube.

BE.HAVE zeigt sich von solchen Brillen begeistert …

 

12.03.15

Das Standardwerk zum Thema von Thaler & Sunstein

Verhaltenssteuerung: Nudging

(TJ) Verhaltensforscher im Kanzleramt sollen sich nun dienstlich daran machen, den Menschen Lebensentscheidungen zu erleichtern: Abnehmen, Blut spenden, Sport treiben, Steuern zahlen. Das alles und noch viel mehr soll durch kleine Psychotricks forciert werden, indem man das sogenannte Nudging nutzt. Vater Staat stupst den Bürger an, ohne dass dieser das als störend empfindet.

Eine schöne neue Welt, über die jetzt die Süddeutsche Zeitung ausführlicher berichtet.

BE.HAVE bekommt bei solchen Geschichten das Grausen …

 

12.12.14

Bild: Argodesign.com

Wahrnehmungspsychologie: LaLaLa-Lauschangriff …
(TJ) Die Wearable-Entwickler von Argodesign haben eine Hochtechnologie-Hörhilfe vorgestellt, die mit einem Algorithmus gezielt einzelne Stimmen aus einer diffusen Geräuschkulisse herausfiltern kann. Wer LaLaLa, so die Produktbezeichnung, am Ohr trägt, soll zukünftig bestimmen können, welche Gesprächsinformationen von welcher Zielperson ans eigene Ohr dringen sollen. Wer oder was stört, wird prozessortechnisch einfach wegefiltert. Das Gerät soll zugleich auch fremde Sprachen übersetzen können. Weitere Funktion des Geräts, etwa eine zusätzliche Gesichtserkennung, sind bereits in Planung.

BE.HAVE ist begeistert, James Bond wahrscheinlich auch …

 

29.11.14

Cyber-Psychologie: Social Engineering
Cyberkriminelle machen sich menschliche Schwächen zunutze und bringen den Anwender mittels Social Engineering zur Preisgabe sensibler Daten, so eine Studie von Kaspersky Lab. "Für Social Engineering greifen Cyberkriminelle auf grundlegende Muster der menschlichen Psyche zurück, und bringen sie unter anderem beim Phishing zum Einsatz", erklärt Dr. Astrid Carolus, Medienpsychologin an der Universität Würzburg. "Denn Kriminelle wissen, wie Menschen funktionieren - und genau das nutzen sie aus. Die Art wie wir denken und fühlen macht uns angreifbar. Unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Vertrauen, aber auch Hilfsbereitschaft, Neugier oder Respekt vor Autoritäten machen uns anfällig für Social Engineering."

Kriminelles Social Engineering (Bild: Kaspersky)

BE.HAVE findet diese Entwicklung beängstigend ...

29.11.14

Medienkonsum: Deutschlands beliebteste TV-Serien
1. The Big Bang Theory (25 %)
2. How I met your Mother (23 %)
3. Two and a Half Men (22 %)
4. Die Simpsons (17 %)
5. Tatort (14 %)
(Quelle: Statista.de, 2014)

29.11.14

Ernährungsverhalten: Kalorienbombe Kind
Deutsche Kinder essen im Schnitt 5x mehr Zucker pro Tag als ärztlich empfohlen. Deutsche Kinder sind extreme Zuckerkonsumenten, so eine Studie bei 9500 Zwei- bis Neunjährigen (Quelle: Apotheken Umschau 11/2014). 114 Gramm Zucker (in Schokolade, Joghurt usw.) werden im Schnitt pro Tag von Kindern verfuttert. Die WHO empfiehlt nicht mehr als 23 Gramm.

BE.HAVE hält diesen Befund ebenfalls für sehr bedenklich.

29.11.14

Risikoverhalten: lieber nicht ...
Nur 28 Prozent der Bundesbürger gehen gerne Risiken ein, so eine aktuelle Forsa-Umfage im Auftrag von CosmosDirekt. 71 Prozent der Deutschen gehen dafür lieber auf Nummer sicher.

BE.HAVE meint: wie langweilig ...

29.11.14

Fehlende Aufmerksamkeit?

Sozialverhalten: Smartphone macht süchtig
Knapp jeder zweite Deutsche (43 Prozent) gibt an, dass der Partner seinem Mobiltelefon des Öfteren mehr Aufmerksamkeit schenkt als ihm. Bei den 18- bis 29-jährigen Deutschen betrifft dies sogar 61 Prozent, so eine Forsa-Studie im Auftrag von Swiss Int. Airlines.

BE.HAVE warnt: Achtung Beziehungskiller!

 

29.11.14

Kaufverhalten: Treue total …
Onlineshopper bleiben bequem, so eine aktuelle Studie des Marktforschers „Konzept & Markt“: 58 Prozent haben bisher bei höchstens drei verschiedenen Shops bestellt. Zwei Drittel geben an, lieber in bekannten Online-Shops zu stöbern als neue Anbieter auszuprobieren. Bei der Suche nach Produkten wird am häufigsten Google angesteuert (61 Prozent), danach Amazon (50 Prozent) und an dritter Stelle Ebay (34 Prozent). Tatsächlich gekauft wird am meisten bei Amazon.

BE.HAVE findet Treue aus Bequemlichkeit bemerkenswert.

29.11.14

Arbeitszufriedenheit: Freiheit statt Frust
Das Institut für Demoskopie (IfD) stellte aktuelle Zahlen zur Arbeitszufriedenheit vor. Besonders froh über ihren Job sind demnach Selbständige, aber auch leitende Angestellte und Beamte. Während 37 Prozent der angelernten Kräfte deutlich unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, äußern bei den Angehörigen der freien Berufe lediglich 5 Prozent leichten Unmut.

BE.HAVE beobachtet: Freiheit ist offenbar auch im Berufsleben ein hohes Gut …

06.11.14

Krank? Kommt gar nicht gut!

Führungsfähigkeit: Fitness first!
(TJ) Wer einen Job sucht, setzt sich zumeist ins rechte Licht. Geht es um einen Führungsposten, so macht dabei den besten Eindruck, wer nicht nur gut und gepflegt aussieht, sondern vor allem gesund, so eine Studie der Uni Amsterdam. Sogar Intelligenz und Kompetenz treten intuitiv bei der Personenbeurteilung zurück, sofern der Kandidat für einen Führungsjob nur einen recht vitalen Eindruck macht. Das Forscherteam um Brain Spisak manipulierte Bewerberfotos (von Männern) am Computer und legte diese insgesamt 148 Probanden zur Beurteilung vor.

BE.HAVE begrüßt solche Studien, weil sie das Bewusstsein für subtile Körpersignale schärfen.

 

23.09.14

Persönlichkeitspsychologie: Querulanten und Quadratschädel
(TJ) Wer Sin City gesehen hat, fühlt sich vermutlich bestätigt: Runde bzw. quadratische Gesichtszüge eines Menschen sind möglicherweise zugleich Ausdruck seiner (bedrohlichen) Gemütsverfassung. Carmen Lefevre von der Leeds University untersuchte das Verhältnis von Gesichtshöhe zu -breite (facial width-to-height ratio, fWHR) und konnte dabei zeigen, dass bullige Gesichter in der Tendenz offenbar mit aggressiven Verhaltenstendenzen einhergehen, so zumindest aktuell nachlesbar im Fachblatt Biology Letters.

BE.HAVE findet diesen Befund auch personalpolitisch bemerkenswert ...

 

23.09.14

Paarpsychologie: Mars vs. Venus
(TJ) Eine aktuelle Studie belegt, was Männer und Frauen in einer Partnerschaft am meisten stört:
Männer:
1.) Wenn sie nicht konkret sagt, was sie will. (52%)
2.) Wenn sie ständig seine Sachen wegräumt und er sie nicht wiederfindet. (30%)
3.) Wenn sie ihn ewig warten lässt und zu spät kommt. (26%)
Frauen:
1.) Wenn er ihr nicht zuhört und später erstaunt nachfragt. (38%)
2.) Wenn er anderen Frauen in ihrem Beisein hinterherschaut. (36%)
3.) Wenn er überall seine Klamotten liegen lässt. (32%)
(Quelle: ElitePartner.de)

BE.HAVE folgert: Zuhören fördert die Zweisamkeit ...

25.09.14

Filmforschung: Frauen fehlen
(TJ) Eine Studie der Vereinten Nationen zur Rolle der Frau im Film zeigt (siehe Abb. unten), dass gesellschaftliche Stereotype offenbar weiter verfestigt werden. So sind Frauen in Action-Streifen weltweit kaum vertreten, sofern es um echte Sprechrollen (23 %) geht. Auch in den übrigen Genres werden Schauspielerinnen offenbar eher auf ihre weiblichen Attribute (Aussehen, Jugendlichkeit usw.) reduziert, so die Studie.

BE.HAVE fragt sich, welche Gegenbeispiele spontan einfallen.

(Bildquelle: seejane.org)

10.09.14

80 Jahre alt

und immer noch ein schickes Statussymbol (Skoda Pressefoto) ...

Impression Management: solide Statussymbole

(TJ) Bildung ist nicht so wichtig, wohl aber das eigene Haus oder Auto. Das Prestige eines eigenen Gefährts sinkt jedoch stetig mit dem Alter des Befragten. Forsa fragte für CosmosDirekt, welche Dinge dem Deutschen ein Statussymbol sind:
1. Haus, Wohnung 38%
2. Auto 35%
3. Kleidung 6%
4. Uhren, Schmuck 6%
5. Elektronische Geräte 2%
6. Reisen 2%
7. Yacht, Boot 2%
8. Bildung 2%

BE.HAVE behält die Bildung im Blick ...

 

05.09.14

Neues Neubacher-Buch

Verhaltenssteuerung: ein Wahnsinn?

(TJ) Zu Beginn ein Zitat: „Menschliches Erleben und Verhalten verstehen, vorhersagen, beeinflussen und kontrollieren. Ein Wahnsinn!“ So beschreibt der frühere Hamburger Innensenator Ronald Schill die Psychologie, ein für ihn offenbar nützliches Studienfach, das er einstmals belegte. Während seine Autobiographie gerade zum Bestseller avanciert, sollte aber ein Beitrag nicht aus dem Blick geraten, der sich im Spiegel (36/2014, S. 34 f.) befindet: „Eine Arbeitsgruppe der Regierung entwickelt Psychotricks, um die Bürger zu lenken.“ Experimentalpsychologen und Verhaltensforscher gehen offenbar bei Kanzlerin Merkel ein und aus, um sie in Sachen Bürgerbeeinflussung zu beraten. Schließlich wirken geheime Psychotricks deutlich subtiler als unliebsame Gesetze. Als Vorbild gilt der Politik das „Behavioural Insights Team“ der britischen Regierung, so Spiegel-Autor Alexander Neubacher in seinem beachtenswerten Beitrag.

BE.HAVE bestätigt derartige Beeinflussungsmöglichkeiten …

 

05.09.14

Bild: siehe Textquelle

Wahrnehmungspsychologie: erster Eindruck

(TJ) Wieder einmal zeigt eine psychologische Studie, worauf die Eindrucksbildung beim Menschen beruht. Nur wenige Gesichtspartien, etwa der Mund und die Wangen, entscheiden darüber, ob man einen Menschen spontan als dominant oder vertrauenswürdig erlebt. Die urteilsbildenden Gesichtsfaktoren lassen sich sogar künstlich modellieren, so die britischen Forscher um Richard Vernon. Dies beweist erneut, wie wichtig Impression Management ist, wenn man es bewusst darauf anlegen will, ein positives Bild von sich selbst abzugeben - z. B. auf seinen Facebookseite.

BE.HAVE bestätigt die Macht des Bildes …

 

01.09.14

Konsumentenpsychologie: bedrängt, begafft, berührt

(TJ) Paco Underhill hat vor Jahren schon vom „Butt-Brush“ Faktor gesprochen, um zu zeigen, dass selbst subtilste Berührungen durch andere Menschen im Supermarkt Fluchtreflexe auslösen können, besonders bei Frauen.

Michael Luck von der Uni Rostock hat diese sozialpsychologische Beobachtung jetzt mit eigenen Untersuchungen in der Tendenz bestätigt: Wenn ein Kunde vor einem Regal steht, scheuen sich andere anwesende Kunden, dort ebenfalls stehenzubleiben und zuzugreifen. Die Gefahr beobachtet oder gar versehentlich berührt zu werden ist schließlich groß. Weil das aber schlecht fürs Geschäft ist, sollten die Gänge zum Kaufen - aus Kundensicht - möglichst breit und tunlichst leer sein. Jedoch bleibt ein Dilemma, denn ein leerer Laden bringt dem Betreiber keinen Gewinn.

BE.HAVE findet es wichtig, dass der Kunde sich wohlfühlt.

 

01.09.14

Verhaltenssteuerung: EU-Verbote für Verbraucher

(TJ) Erst die Glühbirne, jetzt der Staubsauger: Die EU regelt für die Verbraucher nun auch den Saugerkauf. Nur noch Geräte, die auf zunächst 1600, später gar auf 900 Watt gedrosselt sind, sollen am Markt verfügbar sein, so eine aktuell gewordene EU-Verordnung (Nr. 666/2013 vom 8. Juli 2013) "zur Durchführung der Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Staubsaugern". Sollen weniger Watt tatsächlich gleich gut wirken wie vormals mehr?

BE.HAVE staunt.

22.08.14

Bücher: besser behalten ...

Buchleseverhalten: E-Books bedenklich?

(TJ) Jüngste Studien von Anne Mangen, Universität Stavanger, scheinen zu belegen, dass es gute Gründe gibt, weiterhin gedruckte Bücher zu lesen. So ist die Behaltensquote gegenüber Anzeigegeräten wie Kindle & Co. deutlich höher. Der Grund für die schlechtere Lernwirkung beim E-Book-Lesen wird in der Haptik gesehen, also beim fehlenden Gefühl des Blätterns.

BE.HAVE findet Bücherlesen in jeder Form gut ...

 

22.08.14

Man beachte den Bizeps ...

Verletzendes Verhalten: Tätowierungen im Trend

(TJ) Jeder Achte trägt derzeit in Deutschland ein Tattoo, so eine aktuelle Studie des Instituts für Demoskopie (IfD), Tendenz weiter steigend. Unterschiede beim Bildungsgrad wurden beobachtet. Von Frauen wird unvergängliche Körperkunst deutlich stärker nachgefragt als von Männern. Piercings dagegen finden sich nur bei 7 Prozent aller Deutschen, gefallen aber 14 Prozent der Befragten.

BE.HAVE findet diese Zahlen zumindest beachtlich.

 

9.08.14

Sehr selbstverliebt?

Persönlichkeitstests: Keep it simple
(TJ) Narzissten, selbstverliebte Egomanen und Wichtigtuer sind bekanntermaßen beliebte Studienobjekte in der Psychologie. Kaum ein Charakter ist so schillernd, wie der von Ich-bezogenen Menschen, besonders im beruflichen Umfeld. Konrath, Meier und Bushman, von der Ohio State University, gingen der Frage nach, was es methodisch braucht, um solche Persönlichkeitstypen sicher zu bestimmen. Im Ergebnis wenig, denn eine einzige Frage vermag offenbar umfangreiche Persönlichkeitsfragebögen zu ersetzen: Die simple Selbsteinschätzung ("Bin ich ein Narzisst?") entspricht faktisch der Wahrheit.

BE.HAVE merkt an: Weniger ist auch in der Psychologie manchmal mehr ...

 

23.07.14

Medienpsychologie: Serielles Erzählen
(TJ) Wenn Zuschauer sich wünschen, dass es immer weiter geht, dann ist einer Serie der Erfolg sicher. Serielles Erzählen heißt dementsprechend diese psychologische Kunst, den Fernsehfan mit immer neuen Fortsetzungen bei Laune zu halten. Daniel Stein, ein Erforscher der Populärkultur, sieht im Schauen von Serien gar ein Gemeinschaftsgefühl des Menschen angesprochen, das Zusammenhalt schafft. Während Fans der Daily Soap „Verbotene Liebe“ derzeit gemeinschaftlich trauern und protestieren, weil die ARD diese Kultserie nach über 4.500 Folgen einstellen will, haben die Freunde von „Friends“ aktuell wieder mehr Freude am Fernsehen: Joey (Matt LeBlanc) ist zurück in der Serie „Episodes“, deren erste Staffeln jetzt auch auf DVD erhältlich sind.

BE.HAVE schließt sich hiermit den Forderungen der VL-Fans an: Die Serie muss weitergehen!

03.07.14

Musikpsychologie: Präferenzen von Primaten
(TJ) Verhaltensforscher Frans de Waal und Morgan Mingle gingen (im Journal of Experimental Psychology) der Frage nach, welche Musik Affen besonders mögen. An mehreren Tage beschallten sie Schimpansen mit Blues, Rock, Pop, Klassik & Co. Im Ergebnis fühlten sich die Tiere meist zu jenen Tönen hingezogen, die wenig rhythmisch waren. Afrikanische Musik kam besser an als westliche Klangstrukturen. Die Erklärung dafür sehen die Forscher vor allem im gleichbleibenden Takt, der offenbar als bedrohliches Dominanzsignal verstanden und musikalisch mithin eher abgelehnt wird.

BE.HAVE rät in der Musik zu fetten Bässen …

 

25.06.14

Sprachforschung: Hip-Hop-Songs
(TJ) Warum wirkt die Sprache des Rap so rabiat? Und wie verbreiten sich die verwendeten Wörter? Ein linguistisches Forschungsprojekt, basierend auf etwa 50.000 Songs, geht diesen Fragen nach. Entstanden ist ein virtuelles Hip-Hop-Wörterbuch, das die Bedeutung und Ausbreitung von Wörtern in populären Songs akribisch dokumentiert.

BE.HAVE rät: Gesuchte Begriffe einfach mal bei www.therightrhymes.com eingeben ...

 

12.06.14

Eugene Goostman

chattet für den Turing-Test

Künstliche Intelligenz: Sprich dich aus!
(TJ) Können Computer einen menschlichen Gesprächspartner ersetzen? Ja, sie können. Und sogar ziemlich gut, wie ein aktuelles Programm der Princeton University beweist. Eugene Goostman, so der virtuelle Partner, plaudert derart  eloquent, dass man tatsächlich glaubt, mit einem Teenager im lockeren Gespräch zu sein. Dafür gab daher auch den berühmten Turing-Wissenschaftspreis. Wer das intelligente Programm selbst ausprobieren will, der klicke hier.
Interessant ist der direkte Vergleich mit dem Urahn aller intelligenten Plauderprogramme: ELIZA. Prof. Joseph Weizenbaum fügte simple Computerbefehle bereits in den 60er Jahren so geschickt zusammen, dass man Gespräche mit dem Rechengerät führen konnte. Die psychologische Wirkung war so verblüffend, dass man seinerzeit mit dem Gedanken spielte, Psychotherapeuten durch solche Gesprächsprogramme zu ersetzen. Wer auch ELIZA testen will, hier der Link.

BE.HAVE ist von den Möglichkeiten solcher Technik immer aufs Neue begeistert!

 

08.06.14

Sauer macht lustig!

Sprachforschung: Süße Geschichten gehen immer

(TJ) Wie erreicht man die Herzen seiner Leser? Dieser Frage gingen Francesca Citron und Adele Goldberg von der FU Berlin bzw. Uni Princeton nach, indem sie die Wirkung von Sprachbildern testeten. Metaphern, in denen Geschmacksreize angesprochen wurden, waren dabei klar im Vorteil. Hirnuntersuchungen zeigten, dass ein „süßes Kompliment“ beim Leser deutlich mehr Erregung erzeugt als ein „nettes Kompliment“. Die Wortwahl im Text entscheidet also über die Wirkung.

BE.HAVE findet den Verzicht auf figurative Formulierungen in vielen Texten bitter.

 

16.05.14

Gute Frage: guter Slogan?

Werbepsychologie: Duzen oder Siezen?

(TJ) Einer spannenden Frage, auf die es bislang noch keine Antwort gibt, wird in einer studentischen Befragung nachgegangen: Soll man in der Werbung, d. h. in Claims, die angesprochenen Konsumenten duzen oder eher siezen? Oder hängt das vielleicht von der Zielgruppe und der Branche ab?

Was meinen Sie? Hier einfach diesen oder diesen Link zum Beantworten des Fragebogens anklicken!

BE.HAVE bleibt am Ball und wird über das Ergebnis berichten.
(Erstes Fazit: Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Im Zweifel sollte man Kunden eher konventionell (per Sie) ansprechen)

 

16.05.14

Leseverhalten: Spritz

(TJ) Über die Technik des Speedreading hat BE.HAVE bereits mehrfach berichtet. Psychologisch interessant ist jedoch auch eine neue Technologie, die sich voll auf die Wahrnehmungswelt des Menschen einstellt. Spritz, ein amerikanisches Startup, hat ein Darstellungsverfahren entwickelt (siehe nachstehendes Video), bei dem einem die Buchstaben auf dem Bildschirm förmlich entgegenfliegen. Auf der Website kann man die Technik sogar ausprobieren.

BE.HAVE findet diese Form des Lesens gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch grandios.

16.05.14

Konsumverhalten: Eierkauf

(TJ) Das Bundesernährungsministerium ermittelte, dass 2013 in Deutschland pro Kopf 218 Eier verzehrt wurden. Am häufigsten (64 %) werden in Deutschland Eier aus Bodenhaltung gekauft, danach folgen Eier aus Freilandhaltung (25 %), Bio-Eier (9 %) und Eier aus der Kleingruppenhaltung (2 %). Die Tierschutzorganisation PeTA liefert weitere Hinweise zur Hühnerhaltung, die es zu lesen lohnt ...

BE.HAVE findet die geringe Anzahl Bio-Eier bedauerlich :-(

16.05.14

Ernährungsverhalten: die typische Männermahlzeit?

(TJ) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellte kürzlich fest, dass Männer doppelt so viel Fleischprodukte (1092 Gramm pro Woche) zu sich nehmen wie Frauen. Problematisch dabei: gesund wären höchstens 600 Gramm pro Woche. Männer trinken zudem doppelt so viel Limonade und mehr als sechsmal so viel Bier wie Frauen. Immerhin wird aber auch so die empfohlene Trinkmenge von etwa zwei Litern Flüssigkeit täglich erreicht. Obst ist eher bei Frauen beliebt: die Verzehrmenge liegt bei 182 Gramm pro Tag, die der Männer nur bei 143 Gramm. Problematisch auch hier: Die empfohlenen 250 Gramm Obst pro Tag werden weder von Männern noch von Frauen erreicht – vom Gemüse ganz zu schweigen ...

BE.HAVE bereitet diese Entwicklung Bauchschmerzen …

 

03.05.14

Arbeitspsychologie: die Sonntagsneurose
(TJ) Dass nach Weihnachten die meisten Scheidungen eingereicht werden, war bekannt. Dass aber auch der Sonntag unglücklich macht, ist neu. Professor Wolfgang Maennig von der Uni Hamburg fand heraus, dass gerade Männer sonntags leiden: Je gebildeter, desto unglücklicher der Arbeitnehmer. Als Grund für die moderne „Sonntagsneurose“ wird im aktuellen Harvard Business Manager (5/14) die Sorge vor der neuen Arbeitswoche genannt, also der Stress, der durch die Gedanken an den Job entsteht. Hinzu kommt allerdings auch, dass Männer die unproduktive Freizeit nervt, die sie sonntags mit der Familie verbringen müssen - ein kulturelles Phänomen, das im Prinzip auch schon der Psychoanalytiker Sándor Ferenczi beschrieben hat.

BE.HAVE findet solche Fakten frustrierend …

01.05.14

MVG Verlag, 2013, ISBN 3868824405

Verhaltensforschung: Partner finden und binden

(TJ) Ohne Foto läuft beim Internet-Dating gar nichts. Wer seinen Wunschpartner finden will, der muss wissen, was der Zielgruppe wichtig ist. Interessante Einsichten in die Erwartungen von Männern und Frauen liefert das Buch von Manfred Hassebrauck. Unterhaltsam, anspruchsvoll und überzeugend legt er dar, welche Regeln der Partnerwahl und -bindung vor allem unbewusst beim Menschen wirken. Schönheit, Wertvorstellungen, Sehnsüchte – viele Facetten werden auf über 230 Seiten diskutiert. Studien des Sozialpsychologen zeigen aber auch, dass bereits die Hormonlage im Mutterleib das spätere Sozialverhalten beeinflusst. Vorgeburtlich hohe Testosterondosen verleihen Männern offenbar eine gewisse Lockerheit in Liebesdingen, so Hassebrauck. Das Buch ist eine Fundgruppe für Verhaltensforscher und zugleich ein praktischer Ratgeber in realen Beziehungsfragen.

BE.HAVE hat an dem Buch Gefallen gefunden ...

 

30.04.14

BE.HAVE Buchtipp

Erfolgspsychologie: Musik machen!

(TJ) Hier noch ein Buchtipp für Menschen mit musikalischen Ambitionen. Burt Bacharach (Jg. 1928) wurde jüngst vom amerikanischen Präsidenten persönlich geehrt (siehe untenstehendes Video), weil er Songs geschrieben hat, die im kollektiven Gedächtnis haften bleiben: The Look of Love, Walk On By, I Say a Little Prayer - und viele mehr.

In seinem Buch bekennt Bacharach offen, dass er als Teenager den öden Klavierunterricht vor allem deshalb durchgehalten habe, weil es seine Attraktivität für Frauen erheblich gesteigert hat. Als zunehmend erfolgreicher Pianist wurde er von weiblichen Fans geradezu belagert, schreibt Bacharach, eine Position, die dem viermal verheirateten Komponisten grundsätzlich offenbar gefallen hat. Selbst Marlene Dietrich, mit der er einst auf Tour war, soll ihm, dem Mann am Klavier, angeblich sehr zugetan gewesen sein. Bacharach bestätigt damit eine alte Erkenntnis der Sozialpsychologie: Künstlerische Produktivität ist bei Männern vor allem ein Mittel zum Zweck, eine bewährte Maßnahme nämlich, die eigene Popularität bei potentiellen Partnern zu steigern.

BE.HAVE ist von dem großen Musiker beeindruckt und empfiehlt das Buch von Burt Bacharach ohne Bedenken.

 

23.04.14

Musik produzieren?

Hitman hören! (audible.de)

Erfolgspsychologie: Foster fabriziert Hits

(TJ) Warum haben manche Musiker Erfolg, andere dagegen nicht? Pop-Legende David Foster hat Songs für Céline Dion, Whitney Houston und viele mehr geschrieben - er sollte es daher wissen. Foster meint: Wer sich als Musiker oder Musikproduzent fragt, wie man erfolgreich wird, der hat eigentlich schon verloren. Entweder steckt die Leidenschaft – und damit die Erfolgsaussicht - in einem Menschen drin, oder eben nicht. Was man aber dennoch tun sollte, um den eigenen Erfolg zu fördern, so Foster, ist das intensive Netzwerken. Der Austausch von Visitenkarten gehört für ihn zum guten Ton und sollte bereits in jungen Jahren eingeübt werden. Diese und andere Einsichten eines schillernden Stars findet man in dem durchaus lesens-/hörenswerten Buch „Hitman - Forty Years Making Music, Topping Charts & Winning Grammys“.

BE.HAVE empfiehlt das Buch den Freunden beschwingter Beats.

 

09.04.14

Musikpsychologie: die harten Worte des Hip-Hop …

(TJ) Andrew Powell-Morse kennt sie alle: 31.564 Schimpfwörter in 2.297 Liedern. Der Blogger hat stundenlang Radio gehört und das schamlose Vokabular der Sänger gesichtet. Die schlimmsten Songs mit den meisten Obszönitäten finden sich demnach bei Hip-Hop-Größen wie Dr. Dre, 50 Cent oder Ludacris. Und Kraftausdrücke (Shit, Ass, Fuck) kommen offenbar gut bei den Hörern an, denn anders ist die Popularität der Künstler kaum zu erklären. Immer mehr Wörter gehen unter die Gürtellinie, Flüche erfreuen also zunehmend die Fans, so die traurige Tendenz.

Ist vor diesem Hintergrund ein Verfall von Anstand, Sitte und Moral in der Musik überhaupt noch aufzuhalten? Ja, meint BE.HAVE, sofern man von heute an nur noch Helene Fischer hört.

 

05.04.14

Verlegenes Lächeln ...

Historisches AIDS-Aufklärungsvideo der BZgA

Einkaufsverhalten: „Tina, wat kosten die Kondome?“

(TJ) Die älteren BE.HAVE-Leser werden den TV-Spot aus dem Jahr 1990 noch kennen: Ingolf Lück kauft im Supermarkt verschämt eine Packung Kondome - und Hella von Sinnen sitzt lauthals brüllend an der Kasse ...

Kondome, Fußpilzpräparate und Anti-Läusetinkturen sind nur einige Beispiele für tabubesetzte Produkte, die den Konsumenten nach wie vor Probleme beim Kauf bereiten. Die Schamgrenze ist hoch, die Gefahr gesehen zu werden allgegenwärtig. Was also tun, fragt sich der bedürftige Kunde und legt im Laden gerne ein Produkt dazu, das die Betroffenheit verschleiern soll. Ein wissenschaftlicher Test von Blair & Rose, der jetzt im Journal of Consumer Research veröffentlicht wurde , belegt diese Beobachtung: Eine Zeitschrift z. B., dem Schamprodukt bewusst beiläufig im Einkaufskorb beigelegt, verhilft psychologisch zu einer recht guten Ablenkung. Wählt man aber Kleenex-Tücher und Körperlotion zu den Kondomen, so kann sich die Peinlichkeitswirkung an der Kasse sogar noch potenzieren.

Merke: Anbieter problematischer Produkte sind also gut beraten, auf schamsenkende Kommunikationsformen, auf diskrete Einkaufsorte und eben auch auf passende Sortimente zu setzen.

BE.HAVE bleibt bei solchen Themen weiterhin am Ball.

 

04.04.14

Vergabeverhalten: "Kleines Doktorat"

(TJ) Das Institut für Hochschulforschung (HoF) berichtete jüngst, dass etwa 25.000 Promotionen im Jahr durchgeführt werden. Diese Zahl könnte steigen, wenn demnächst auch forschende Fachhochschulen eigenständige Promotionsbefugnisse erhalten sollen. Der Deutsche Hochschulverband lehnt diese Pläne der Politik als wissenschaftlich unseriös ab. Und der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Host Hippler, verweist im DLF darauf, dass es dann letztlich auch keinen Grund mehr gäbe, „Industrieunternehmen Promotionen zu untersagen, denn Industrieunternehmen forschen (…) teilweise noch viel mehr als die Fachhochschulen.

BE.HAVE stimmt zu. Und wer einen „Doktor der Industriellen Wissenschaften“ haben will, kann ihn hier bereits bekommen ...

03.04.14

Taktile Reizaufnahme: Kuscheln hoch im Kurs

(TJ) Während Menschen immer häufiger ihr Smartphone streicheln, bleiben Kontakte zu menschlichen Körpern offenbar zunehmend auf der Strecke. Fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) findet, dass hierzulande zu wenig gedrückt und geknuddelt wird. Gerade bei den 18- bis 24-Jährigen wünscht man sich mehr Körperkontakte, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts You Gov. Körperkontakte sind wichtig für das persönliche Wohlbefinden, wie man weiß, aber sie können auch kommerziell genutzt werden: Eine Kellnerin, die Ihre Gäste beim Kassieren kurz an der Schulter berührt, bekommt bekanntlich ein signifikant höheres Trinkgeld. Aber auch Massagen boomen, und selbst von bezahlten Kuschelparties wird berichtet.

Wie schön, dass es auch Filmchen gibt, die berühren ...

BE.HAVE sieht hier ein stark unterschätztes Bedürfnis.

29.03.14

ISBN 978-3-939346-19-7

Glaubensfragen: ideale Welten?

(TJ) Die Eschatologie, also die Lehre von den letzten Dingen, ist wohl eine Wissenschaft für sich. Aber das Buch von Alexander-Kenneth Nagel & Anna Neumaier ist eine interessante Lektüre für alle, die sich näher mit Endzeitszenarien auseinandersetzen wollen. Insbesondere Studenten und Lehrkräfte dürften sich für die einzelnen Buchbeiträge interessieren, die im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes an der Uni Bochum entstanden sind, weil sie praktische Tipps und Kommentierungen enthalten, wie man "forschendes Lernen" an Hochschulen umsetzen kann.

BE.HAVE ist von dem didaktischen Buchkonzept beeindruckt.

 

28.03.14

Wahrheit oder Lüge?

Studie der Unversität Chicago (Screenshot)

Wahrnehmungspsychologie: echt wahr?

(TJ) "Lie to me" war eine nette Fernehserie auf VOX. Aber in der Lebenswirklichkeit ist es nach wie vor schwer zu erkennen, wer lügt und wer die Wahrheit sagt. Einen psychologischen Selbsttest, der am Ende aber leider auch keine Antwort liefert, findet man hier: Online-Test

BE.HAVE fördert mit dem obigen Link die Forschung.

 

19.03.14

Musikpsychologie: Play it again …

(TJ) Auch in der Musik nimmt die Konzentration zu. So werden im Radio immer häufiger die immer gleichen Songs gespielt, wie das Wall Street Journal unlängst berichtete. Sender, die bevorzugt bekannte Lieder spielen, senken zwar die musikalische Vielfalt, steigern dafür aber ihre Hörerquote. Was 2013 und zehn Jahre zuvor wie häufig im Radio gespielt wurde, zeigt die Chart-Statistik (Quelle: Mediabase):

Playlist 2013:
1. Robin Thicke: Blurred Lines (750.000)
2. Justin Timberlake: Mirrors (644.000)
3. Rihanna: Stay (597.000)
4. Bruno Mars: When I Was Your Man (586.000)
5. Lumineers: Ho Hey (578.000)
Playlist 2003:
1. 3 Doors Down: When I´m Gone (442.000)
2. 50 Cent: In Da Club (405.000)
3. Matchbox Twenty: Unwell (392.000)
4. Evanescence: Bring Me To Life (384.000)
5. R. Kelly: Ignition (361.000)


BE.HAVE bedauert ein bisschen, dass Kylie Minogue nicht dabei ist …

 

14.03.14

Ernährungsverhalten: Köstlichkeiten der Kantine

(TJ) In der Mittagspause packen sich die Deutschen gerne eine Pizza auf den Teller. Aber die Lieblingsspeise in der Kantine ist offenbar die klassische Currywurst, so eine Analyse des Anbieters Apetito:

1 Currywurst mit Pommes
2 Spaghetti Bolognese
3 Pizza
4 Gebackener Seelachs mit Kartoffeln
5 Chicken Nuggets mit Pommes
6 Gegrillter Seelachs mit Kartoffeln
7 Bami Goreng
8 Hühnerfrikassee
9 Jägerschnitzel mit Röstkartoffeln
10 Rouladen mit Rotkohl

Dass es auch anders geht, beweisen offenbar die Schulspeisen. Dort stehen neben den obligatorischen Fischstäbchen auch Bio-Gemüse und Vegetarisches hoch im Kurs.

BE.HAVE erinnert daran, dass man ist, was man isst (Ludwig Feuerbach).

 

4.03.14

ISBN 978-3-8288-2932-9

Verhaltensforschung: Sozialtechniken des Betrugs

(TJ) Hochstapler entfesseln einerseits „Wut und Empörung, andererseits erhalten sie Sympathien und Bewunderung“ . Mit dieser Feststellung leitet Sonja Veelen ihr Buch (siehe Bild) zum Thema ein, das die Tricks und Techniken der Hochstapelei im weiteren Verlauf anschaulich darstellt und wirkungstechnisch erklärt. Gleichwohl kommt sie bei ihrer Analyse von Fällen und Filmen zu dem Schluss, dass „das Wissen um die Techniken allein zur Nachahmung nicht ausreicht.“ Gefordert sind vielmehr komplexe Persönlichkeitsmerkmale wie „Sozialkompetenz, Schlagfertigkeit, Assimilations- und Adaptionsfähigkeit, Kreativität, Selbstbewusstsein, Gelassenheit und die Fähigkeit zum kompetenten Lügen und Täuschen“ (S. 174). Ein Highlight des Buches, das sich selbst als Baustein zur Theorie des Impression Managements versteht, ist sicherlich das im Anhang abgedruckte Interview mit Gert Postel, dem wohl bekanntesten Experten zum Thema.

BE.HAVE empfiehlt das Buch als sozialpsychologische Basislektüre.

 

24.02.14

Ernährungsverhalten: Frühstück vor allem flüssig
(TJ) Kaffee ist und bleibt das Lieblingsgetränk der Deutschen, besonders zu Beginn des Tages. Und wenn Belag auf das Brötchen soll, wird meist Käse gewählt, so eine Studie von Ears and Eyes für "Die Frühstücker".

BE.HAVE rät: Eier, Butter, Wurst - bitte nur Bio!

(n = 1.000; Pressegrafik)

24.01.2014

Verhaltensbiologie: Pupillometrie

(TJ) Die Größe der Pupille ist bekanntermaßen ein Indikator für die innere Verfassung eines Menschen. Überraschend ist allerdings, dass sich die Pupille in kognitiven Entscheidungssituationen, die zu einer Bejahung führen, offenbar deutlich erweitert, so die Studienergebnisse von Gee & Donner (Uni Amsterdam). Die Ausschüttung von Neurotransmittern in Entscheidungssituationen beeinflusst wohl die Pupillengröße, was letztlich in der praktischen Anwendung dazu führt könnte, dass man das Entscheidungsverhalten eines Menschen anhand der Pupillengröße prognostizieren kann.

BE.HAVE rät in solchen Situationen zur schützenden Sonnenbrille ...

 

24.01.2014

Sozialforschung: Männerhaare

(TJ) Ein schöner Rücken kann entzücken, muss aber nicht. Der Rasierklingenlieferant Mornin´ Glory ließ über tausend Menschen fragen (6/2013, INNOFACT AG) und folgert aus den gewonnenen Daten, dass 7 von 10 Frauen einen Männerrücken nicht mögen, wenn er viele Haare auf der Haut hat (Bildquelle: obs/Mornin´Glory) ...

BE.HAVE meint: Hut ab vor solch haarigen Studien!

04.01.2014

Sprachforschung: welches Wort des Jahres?

(TJ) Seit 1972 suchen die Forscher der Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS) das Wort des Jahres. Leitend für die Auswahl soll der Beitrag sein, den ein Wort für die gesellschaftspoltische Diskussion geliefert hat. Hier die aktuelle Auswahl:
GroKo
Protz-Bischof
Armutseinwanderung
Zinsschmelze
Big Data
Ausschließeritis
Generation Sandsack
Ausländermaut
falsche Neun
Freund hört mit

BE.HAVE findet solche Wörter wichtig - und witzig.

Und passend zum Begriff "Big Data", nachstehend eine Studie, die das aktuelle Ausmaß der Informationsüberlastung deutlich werden läßt:

BE.HAVE findet: Viele Daten fördern nicht automatisch viel Verständnis ...

04.01.2014

Buchtipp:

Vom Postboten zum Psychiater ... (Eichborn Verlag)

Gesundheitsforschung: Welcher Arzt für was?

(TJ) Knapp eine halbe Million Mediziner sind derzeit beruflich in Deutschland aktiv, so die Bundesärztekammer. Die Gebiete, auf denen Ärzte arbeiten, sind dabei weit gestreut. Etwa 83 unterschiedliche Facharztbezeichnungen - vom Anatom bis zum Rechtsmediziner - sorgen für diesbezügliche Differenzierung. Hier die häufigsten Fachrichtungen (Anzahl):
Allgemeinmedizin (43.304)
Anästhesiologie (20.836)
Frauenheilkunde und Geburtshilfe (17.147)
Kinder- und Jugendmedizin (13.179)
Orthopädie/Unfallchirurgie (12.840)
Psychiatrie und Psychotherapie (9.485)
Radiologie (7.379)
Augenheilkunde (6.980)
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (5.922)
Haut- und Geschlechtskrankheiten (5.519)
Urologie (5.388)

BE.HAVE hilft, den Überblick zu behalten ...

 

04.01.2014

(Quelle: VDM, Stand 1/2014)

Konsumforschung: Wasser statt Wein

(TJ) Mineralwasser ist weiterhin der beliebteste Durstlöscher, ermittelte der Mineralbrunnenverband. Zwar raten Naturschutzorganisationen, wie NABU & Co., eher zum Konsum von Leitungswasser, weil damit Verpackungsmüll und Transportkosten vermieden werden würden. Vor allem des Gefühls wegen, sich etwas Gutes gegönnt zu haben, greifen die Deutschen dennoch lieber zu den in Flaschen gefüllten Getränken.

BE.HAVE erinnert sich an den Slogan: "Trink Brohler, dann wird´s Dir wohler!"

 

21.12.2013

Augen auf

im Straßenverkehr!

Verkehrspsychologie: zum Fremdsehen verführt …

(TJ) Eine aktuelle GfK-Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung zeigt, dass fünf Prozent aller weiblichen Autofahrer anderen Männern hinterhergucken. Attraktiven Frauen schauen dagegen 22 Prozent der männlichen Kraftfahrer nach. Fast 40 Prozent aller Autofahrer meint allerdings, völlig frei von Ablenkungen und kleinen Sünden im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

BE.HAVE rätselt: „Was ist nur los in diesem Land?“ (Schneider & Sido, 2013)

 

20.12.2013

Werbepsychologie: Epic Split

(TJ) Was Jean Claude van Damme kann, das kann Chuck Norris schon lange. Zwar liegt die Clickrate des viralen Videos noch deutlich unter der des Originals, dem im Netz meistgesehenen Volvo-Spot (61 Mio. Abrufe), aber auch dieser neue Weihnachtsclip hat klares Kultpotential.

BE.HAVE schließt sich der besinnlichen Botschaft an und wünscht ein frohes Fest!

20.12.2013

Praktische Psychologie: Sinnsuche? Egal!

(TJ) Nur knapp 40 Prozent der Deutschen haben sich schon oft nach dem Sinn des Lebens gefragt, so eine aktuelle GfK-Studie für das Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber": Tendenz weiter fallend. Kaum einen Sinn für existenzielle Sinnfragen haben Jugendliche und junge Erwachsene: Drei Viertel sparen sich solche Überlegungen ganz.

BE.HAVE meint: Hauptsache glücklich …

20.12.2013

Verhaltensforschung: Dichthalten? Fehlanzeige!

(TJ) Jeder Zweite, der vorgibt, ein Geheimnis für sich zu behalten, erzählt es dann doch weiter, so in etwa lautet das Ergebnis einer Studie des Amazon-Ablegers Lovefilm. Engländer, auf die sich dieses Ergebnis bezieht, tragen im Schnitt zwei Geheimnisse mit sich herum. Aufhänger für diese Studie war die neue TV-Serie “Scandal”.

BE.HAVE findet solche Einsichten erschütternd.

 

30.11.2013

Attraktivitätsforschung: nicht von schlechten Eltern …
(TJ) Schönheit liegt keineswegs im Auge des Betrachters, so Prof. Tim Bates von der Edinburgh University. Ein symmetrisches Gesicht, volles Haar, reine Haut, Körpergröße usw. sind demnach klare Attraktivitätsindikatoren, die universale Bedeutung haben. Aktuellen Studien zufolge haben schöne Eltern auch schöne Kinder, zumindest spricht eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent dafür. Der Wermutstropfen dabei: Ein besonders attraktiver Vater kann für die Tochter dennoch zum Problem werden. So besteht offenbar die (statistische) Gefahr, dass männliche Gene die weiblichen Ausprägungen dominieren, ein Mädchen also die schönen, jedoch herb-maskulinen Züge ihres Vaters erbt.

BE.HAVE fragt sich, ob es fair ist, wenn Schönheit Schicksal sein soll.

 

29.11.2013

Milieustudien ...

Clemens Meyer: Im Stein, S. Fischer Verlage, Frankfurt 2013

Sozialforschung: in literarischer Form
(TJ) Alice Schwarzer regt auf, was Buchpreisträger Clemens Meyer auf 550 Seiten berichtet: Einblicke in rauhe Milieus, in Rockerszenen und in sonstige soziale Randbereiche, jedoch frei von moralischen Wertungen. "Es geht um unsere Welt, den unsichtbaren Teil davon", schreibt die FAZ über Meyers Roman. Anders ausgedrückt: der Erkenntnisgewinn des Buches liegt in der Erhellung - mutig, menschelnd, mittendrin.

BE.HAVE schließt sich den Feuilletons an, die voll des Lobes sind.

 

23.11.2013

Verbraucherverhalten: Junge Konsumenten bevorzugen Bio
(TJ) Fast ein Viertel der Verbraucher unter 30 Jahren kauft häufig Bio-Produkte, Tendenz deutlich steigend, so eine aktuelle Studie des Bundesverbraucherministeriums. Hauptgrund für den ökologischen Kauf ist neuerdings die regionale Herkunft (siehe Grafik), gefolgt von der artgerechten Tierhaltung. Obst und Gemüse sowie Eier und Kartoffeln werden dabei am häufigsten im Bio-Segment gekauft.

Auch BE.HAVE rät zu Bio.

23.11.2013

Persönlichkeitspsychologie: Forscher finden fiesen Charakter!
(TJ) Als "dunkle Triade" bezeichnet man einen problematischen Persönlichkeitsmix, der sich aus Gefühlskälte und Ich-Bezogenheit zusammensetzt. Drei Menschentypen werden dabei unterschieden: Machiavellisten, Psychopathen und Narzissten. Für den Persönlichkeitspsychologen Delroy Paulhus wurden diese diese fiesen Typen bislang noch zu wenig erforscht. leben sie doch meist unauffällig mitten unter uns. Ihre dunkle Neigung leben diese Menschen unerkannt aus, etwa als "Trolle", die anonym im Internet mobben, pöbeln und andere belästigen. Eine Studie um Erin Buckels von der University of British Columbia nimmt sich diesem Thema nun an.

17.10.2013

Was ist "Shopper Marketing"?
(TJ) Der Handel versucht bekanntlich, Käufer im Laden, also am Point of Sale, zu beeinflussen. Regale, Gondeln, Gänge - die ganze Palette der Gestaltung wird im Geschäft aufgeboten, um Kunden zum Kaufen zu bringen. Aber welcher Kunde kauft eigentlich was, wo und warum? Mit den Antworten und den dazugehörigen Einsichten in die Kundenpsyche beschäftigt sich das "Shopper Marketing". Mit der genauen Defintion dieser wichtigen (aber offenbar auch recht unklaren) Thematik will man sich in Fachkreisen demnächst näher beschäftigen, berichtet GS1 Germany.

BE.HAVE liebt betriebsrelevante Begrifflichkeiten ...

Shopper Marketing vs. Consumer Marketing

Pressefoto: GS1 Germany

26.09.2013

Ist das Rick Astley in Lied Nr. 8?
(TJ) Egal, die tiefe Stimme passt jedenfalls perfekt zu „Such a Lonely Time“, einem der 12 Songs auf dem neuen Hit-Album von HEIN + KLEIN. Psychologisch interessant an der Musik aus der perfektionistischen Kreativschmiede ist die permanent psychedelische Wirkung. Sie lässt jeden Hörer automatisch mitwippen, ob er will oder nicht. Sehr von Vorteil für einen funktionierenden Chart-Erfolg ...

BE.HAVE liebt diese bombastischen Beats.

 

17.09.2013

Wahrnehmungspsychologie: gute Gestalten?

(TJ) Die Sunday Times berichtete unlängst über neue Methoden der elektronischen Gesichtserkennung. Mögliches Anwendungsszenario dabei: Betritt ein Kunde ein Geschäft, so schlägt die Erkennung automatisch Alarm, etwa bei einem bekannten Ladendieb. Aber auch die Erkennung besonders zahlungskräftiger oder prominentert Kunden ist vorstellbar, etwa um gute Kunden besonders zuvorkommend und schnell zu bedienen. Die künstliche Intelligenz dieser Anwendungen ist bereits so weit fortgeschritten, dass selbst Bärte, Hüte oder Schleier offenbar kein Problem mehr für die automatische Gesichtserkennung darstellen. Der Anbieter NEC IT Solutions stellt entsprechende Softwarelösungen in einem Produktvideo vor:

BE.HAVE findet diese Entwicklung fast schon beängstigend ...

10.09.2013

SAAB, der Wikinger

unter den Wagen ...

Fahrerpsychologie: SAAB ist super ...

(TJ) ... aber in Sachen Erhältlichkeit leider nicht mehr ganz aktuell. Eine Studie der Uni Bochum offenbart immerhin, dass SAAB-Fahrer Individualität suchen und von Beständigkeit geprägt sind. Auch ist ihre Aggressionspotenzial auf der Strasse gering.

Frisch ans Licht kam in Bochum, dass Volvo ganz vorne liegt, wenn es um die Liebe zur Automarke geht. Auf dem zweiten Platz liegt Audi, auf dem dritten BMW.

BE.HAVE mag Markenstudien.

 

25.08.2013

Wartet die wahre Liebe

vielleicht schon an der nächsten Ecke?

Sozialverhalten: zweite Wahl statt wahrer Liebe

(TJ) Einer Siemens-Studie zufolge, zitiert im britischen Telegraph, leben etwa 14 Prozent der Menschen lediglich mit „Besser-als-nichts-Partnern“ zusammen. Die wahre Liebe ihres Lebens ist ihnen offenbar zuvor entglitten oder war ohnehin unerreichbar, so das Eingeständnis der Befragten. Frauen würden ihren aktuellen Partner für eine neue große Liebe übrigens eher wieder verlassen als Männer, so die Studie. Auch interessant: Statistisch gesehen verliebt man sich erstmals so richtig mit etwa 19 Jahren – und dies auch nur zweimal im Leben.

BE.HAVE findet solche Fakten faszinierend ...

 

24.08.2013

Für Chris de Burgh Fans:

The Lady in Red ...

Farbpsychologie: Rot erhöht Reaktion

(TJ) Frauen fliegen offenbar auf Männer, wenn diese auf Bildern rot unterlegt sind. Diese automatische Hinwendungsreaktion erfolgt unbewusst und wurde in verschiedenen Studien bestätigt. Andererseits signalisieren Frauen, die sich rot oder pink kleiden, ihrerseits ein erhöhtes Partnerinteresse. Rot fungiert hier offenbar als Indikator für eine erhöhte Fertilität, so die Erkenntnisse von Verhaltensforschern. Auch interessant: Bei einem Date geben Männer mehr Geld aus, wenn die Frau rot gekleidet ist.

 

12.08.2013

Telefonieren ist toll ...

Lothar Matthäus ist Markenbotschafter von Tele2 und wirbt für die Allnet Flat (Bild: obs/ TELE2).

Kommunikationshalten: immer häufiger mit Handy

(TJ) Die Marktdurchdringung von Mobiltelefonen in Deutschland liegt mittlerweile bei 94 Prozent, so eine aktuelle Nielsen-Studie. Und 62 Prozent telefonieren bereits mit einem Smartphone.

Psychologisch bedenklich: Smartphone-Heavy-User klagen bereits über „Phantomklingeln“, d. h. über vermeintliche Vibrationen am Oberschenkel, die jedoch nur eingebildet sind, berichtete die Süddeutsche Zeitung unlängst.

Wo man sein Handy in Deutschland am häufigsten verliert:
1. Hotels
2. Bars/Kneipen
3. Clubs/Discos
4. Zu Hause
5. Fitnessstudio
6. Cafés
7. Parks und Außenflächen
8. Geschäfte
9. Restaurants
10. Schulen und Universitäten

Zwei Drittel aller Verluste ereignen sich dabei nach 21 Uhr, so eine Lookout-Studie.

Abschließend findet BE.HAVE es hygienisch bedenklich, dass vier von zehn Deutschen ihr Handy regelmäßig mit auf die Toilette nehmen.

 

24.07.2013

Leseverhalten: immer schneller ...

(TJ) Wer viel liest, der kennt das Problem: Lesen kostet Zeit. Die Lösung liefert nun das neue Buch Speed Reading von Lesexpertin Nicole Jekel.

BE.HAVE hat bereits in Heft 1/2012 näher über dieses spannende Thema berichtet.

Das Buch ist nun zum Beispiel hier erhältlich.

 

24.07.2013

Ein Buchtipp, sofern

das Herz links schlägt ...

Wahlverhalten: Attraktivität statt Aussage?

(TJ) Nun meldet sich auch Friendscout24 zu Wort, weil es wichtig ist, wenn Wahlen des Aussehens wegen gewonnen werden. Wer ist also der attraktivste Politiker und wer die schönste Politikern?

1. Sahra Wagenkecht, Die Linke (33 %)
2. Manuela Schwesig, SPD (19 %)
3. Katrin Göring-Eckardt, Grüne (16 %)

1. Jürgen Trittin, Grüne (20 %)
2. Peter Ramsauer, CSU (15 %)
3. Philipp Rösler, FDP (14 %)

BE.HAVE findet auch diese Studie zum Staunen ...

 

22.07.2013

Flirtverhalten: sehr parteiisch!

(TJ) ElitePartner, das Fachinstitut für Flirtsuchende, hat herausgefunden, dass …
- jeder vierte FDP-Wähler bereits untreu war,
- drei von vier Piraten-Wähler noch an die wahre Liebe glauben,
- Linke-Wähler eher auf serielle Monogamie stehen.

BE.HAVE findet solche Studien einfach nur faszinierend ...

11.07.2013

Werbung: in eigener Sache ...

(TJ) Wer Lust aufs Lesen hat, der findet vielleicht an Peer Gefallen. Der Psychiater ist eigentlich nur peinlich, dennoch wurde seine Lebensbeichte nun auf Papier gebracht. Leichte Kost für den Kenner schräger Psychogramme und Liebhaber rustikaler Romane.

Hier die Website zum Buch mit Video:

www.naalsogehtdoch.de

 

10.07.2013

Sprachverhalten: Grammatik geht gar nicht

(TJ) Von einem Experiment berichtet die Süddeutsche Zeitung, das die Teilnehmerin einer sprachwissenschaftlichen Tagung durchgeführt hatte: „Sie hatte einen Text verfasst und bat Kollegen um dessen Korrektur; 22 potenzielle sprachliche Fehler hatte sie eingebaut. Die Kollegen fanden 56.“

BE.HAVE fragt sich, wer eigentlich noch weiß, was richtiges Deutsch ist. Der Duden hilft manchmal, kostet aber auch.

19.06.2013

Haribo macht jetzt auch per App froh ...

(Pressefoto)

Werbepsychologie: Slogans mit Lanzeitwirkung

(TJ) Das Mafo-Unternehmen Innofact hat Verbraucher gefragt, welche Werbung auch nach Jahren noch weiterwirkt. Herausgekommen ist eine bemerkenswerte Bestenliste:

1 Toyota: Nichts ist unmöglich
2 HB: Wer wird denn gleich in die Luft gehen?
3 Haribo: Haribo macht Kinder froh und Erwachsene eben so
4 Saturn: Geiz ist geil
5 Meister Proper: Meister Proper putzt so sauber, dass man sich drin spiegeln kann
6 McDonald`s: Ich liebe es
7 Twix: Raider heisst jetzt Twix – sonst ändert sich nix
8 MediaMarkt: Ich bin doch nicht blöd
9 Audi: Vorsprung durch Technik
10 Volkswagen: Das Auto

BE.HAVE erklärt: Gute Sprüche werden gerne im Gehirn gespeichert ...

 

19.06.2013

Kein Stress an der Kasse: hier bei dm ...

(Pressefototo)

Konsumentenverhalten: Sorge um Senioren

(TJ) Discounter sollten sich mehr Gedanken um die Anliegen von älteren Käufern machen, so das Fazit einer "Seniorensiegel-Studie". Eine superschnelle Kassiererin überfordert Senioren häufig und sorgt bei 72 Prozent der Befragten für extreme Stresswerte beim Einkaufen (nach: Der Handel 6/13, S. 23).

BE.HAVE schließt sich an: Shoppen macht nur stressfrei Spaß ...

 

15.06.2013

Is it a bird? Is it a plane? No, it's Superman!

Der Held als uralter Archetypus (Bild. Fotolia)

Leserpsychologie: Na also, die Archetypen ...

(TJ) Das Beratungsunternehmen Neuroversum hat drei Zeitschriften tiefenpsychologisch analysiert und archetypisch positioniert. Das Ergebnis:
"Der Spiegel bedient als Macht- und Statusorientierter hauptsächlich Motive wie Macht, Kontrolle und Erfolg.
Dagegen steht der Stern für Spaß und Infotainment und erfüllt den Wunsch der Leser nach Geselligkeit, Spaß und Abwechslung.
Der FOCUS repräsentiert Leistungs- und Gestaltungswillen und bedient das Verlangen nach Leistung, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit.
"

BE.HAVE findet die Studie gut, weil sie damit auch Carl Gustav Jung ehrt, der die kollektiven Urmotive einst in Umlauf brachte.

 

14.06.2013

Eventpsychologie: Marketing mit Messen ...

(TJ) Ein neues Standardwerk des Messe-Marketing empfiehlt sich dem Leser, der an den vielfältigen Kommunikationsaspekten von Messen interessiert ist.

Lindenberg et al.: Messen Machen Märkte - Die zahlreichen Referenzen des Werkes sprechen für sich ...

BE.HAVE findet: eine fundierte und praxisnahe Lektüre!

 

06.06.2013

Gruselige Geschichten

aus der Mitte der Gesellschaft

Verhaltensforschung: die Mentalität der Macher

(TJ) „Was ist das Geheimnis des Erfolgs?“, fragt sich Kevin Dutton, „Forschungspsychologe“ (was immer das ist) an der Uni Oxford. Seine klare Antwort findet man im gleichnamigen Buch: Mit (skrupellosem) Durchsetzungsvermögen und einem ausgeprägten Willen zur Macht kommt man im Leben weiter! Der Witz seiner Überlegungen besteht darin, sich den Lebensweg von Menschen anzuschauen, die gemeinhin als grenzwertig, wenn nicht sogar als „psychopathisch“ gelten. Es zeigt sich dabei, dass Genie und Wahnsinn offenbar nah beieinander liegen. Tatsächlich finden sich problematische Persönlichkeitsstrukturen nicht nur bei Massenmördern, sondern auch bei Managern, so Dutton.

Berufsgruppen mit dem höchsten Psychopathiewert:
1. CEO 2. Anwalt 3. Medienschaffende
4. Verkäufer 5. Chirurg 6. Journalist
7. Polizist 8. Geistlicher 9. Koch 10. Beamter (Quelle: Dutton, S. 202)

Merke: Wer Ziele verfolgt, darf bei den Leichen nicht zögern, über die er dabei sprichwörtlich zu gehen hat …

 

29.05.2013

Chefs: häufig noch zu direktiv ...

(Bild: Fotolia)

Führungspsychologie: keine Lust auf Leistung?

(TJ) Nur jeder dritte Chef (37 %) sorgt für eine produktive Stimmung bei seinem Team. Aber dafür schafft es jede zweite Führungskraft (49 %), die Arbeitslaune seiner Mitarbeiter zu vermiesen – Demotivation ist die logische Folge. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Hay Group, das 95.000 Führungskräfte weltweit befragt hat. Deutschland steht mit diesen Zahlen noch gut da, während Italien, die Niederlande, Spanien und Belgien Schlusslichter in Sachen Mitarbeitermotivation bilden. Der Grund liegt, so die Hay Group, im direktiven Führungsstil, der offenbar zu häufig noch angewendet wird.

Merke: Wer die Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeitern fördern will, der sollte - so die Studie - eher auf motivierende, sprich modernere Führungsstile setzen.

 

25.05.2013

Hypnotische Wirkung

(Bild: Cover)

Musikpsychologie: Hut ab vor HEIN+KLEIN!

(TJ) Was ist populäre Musik? Ganz einfach, es ist Musik, die man gerne und häufig hören mag, zeitgenössisch gestrickt und am Markt stark nachgefragt. Legt man diese Kriterien zugrunde, so hat HEIN+KLEIN-Produzent Thomas Heinrichs in Sachen Popularität alles richtig gemacht. Während klassische Erfolgsproduzenten ihre Melodien am Klavier entwickeln und auch selbst einspielen, erlauben Digital-Audio-Workstations (DAW) elektronische Kompositionen auch im virtuellen Raum. Soundfiles werden geschickt arrangiert, mit Beats unterlegt und in eine rhythmische Klangstruktur gebracht. Was einfach klingt, ist in der Praxis ein komplexes Unterfangen, das viel Erfahrung und technisches wie psychologisches Fingerspitzengefühl verlangt. Werden die inneren Erwartungen der Musikhörer jedoch erfüllt, dann hat man am Ende das, was man einen Hit nennt. Und bei HEIN+KLEIN heißt der aktuell: "Always There"

BE.HAVE meint: Einfach mal reinhören ...

 

25.05.2013

Verbotene Liebe auch im Internet

(www.daserste.de)

Zuschauertreue: 18 Jahre „Verbotene Liebe“

(TJ) "Gleich die erste Szene präsentiert die Begegnung der beiden Zwanzigjährigen. Aus zwei Augenpaaren spricht Liebe auf den ersten Blick - und jeder Zuschauer versteht, dass die beiden zusammengehören." So beschreibt Enrique Sánchez Lansch, früherer Regisseur der "Verbotenen Liebe" (VL), den damaligen Einstieg in die Rahmenhandlung (in: Cippitelli/Schwanebeck, S. 36). Etwa 4.300 Folgen oder 18 Jahre später ist der Publikumserfolg von VL (fast) ungebrochen. Eine psychologische Erklärung der Beliebtheit liefert nicht nur das Setting der Daily-Soap im Umfeld von Adel und High-Society, mit Locations in und um Düsseldorf, sondern auch das Thema der Serie selbst. Verbotene Lieben sind seit 1995 der wiederkehrende Aufhänger für menschliche Tragödien und Romanzen. Bruder und Schwester, Nonne und Pfarrer, Lehrerin und Schüler – kaum eine problematische Paarkonstellation wurde in der Vergangenheit ausgelassen, um sie von Montag bis Freitag für großes Gefühlskino zu nutzen. VL ist mehr als nur ein Fernseh-Kult, es ist ein medienpsychologisches Phänomen, das auf dramaturgisch gekonnte Art und Weise die Phantasien der Zuschauer zur Vorabendzeit kitzelt und dabei kaum ein Tabu auslässt.

Bekenntnis: Der Autor dieser Zeilen hat vor Jahren selbst am Set von "Verbotene Liebe" in Köln recherchiert und ist bis heute fasziniert von der Serie, die so viel geschaut und (wissenschaftlich) so wenig gewürdigt wird.

 

24.05.2013

Werbepsychologie: wirksame Wörter?

(TJ) "Bitte bewerten Sie folgende Wörter auf einer Skala von -100 bis +100", lautete die Aufgabe in einer kleinen Befragung, die sich die Wirtschaftspsychologie-Studenten Finn Kruse und Simon Ruch an der FHW in Heide ausgedacht haben. Heraus kam ein Ranking, das verdeutlicht, welche Wörter emotional positiv besetzt sind und welche eher nicht (Auswahl):

++ Familie ++ Sicherheit ++ Ich + Lösung + Gewinnen + Wir
-- Krieg -- hassen -- Problem - teuer - kein - billig

Ein interessantes Ergebnis, nicht repräsentativ, aber doch in eine klare Richtung weisend. So ist es Verkäufern in Apple-Stores bekanntlich verboten, Begriffe wie "Problem" im Kundengespräch zu benutzen. Nun wissen wir zumindest warum ...

18.05.2013

Verrückte Sachen - findet man auch auf Facebook

(Bild: Fotolia)

Verhaltensforschung: Facebook nicht nur für Freundschaftspflege?

(TJ) Facebook ist laut einer YouGov-Umfrage weiter auf dem Vormarsch, was wenig überrascht. Erstaunt stellt man aber fest, womit sich die Nutzer im sozialen Netz so beschäftigen: Die Profile von Fremden sehen sich immerhin 27 Prozent ganz gerne an. Jeder Fünfte lenkt sich laut Umfrage mit Facebook sogar von der Arbeit ab. Und jeder Vierte spielt auf Facebook Online-Spiele. Für fünf Prozent der Deutschen ist Facebook vor allem eine prima Dating-Plattform.

Fazit: Gaming, Dating, Stalking & Co. - Facebook unterscheidet sich im Verhaltensspektrum offenbar nur wenig von der wirklichen Welt …

 

18.05.2013

Gewissensbisse: Falsches Geschenk kann weitergeschenkt werden

(MN) Wohin mit einem Geschenk, mit dem man gar nichts anfangen kann? Hat sich nicht jeder schon mal diese Frage gestellt? Forscher der London Business School fanden in einen Laborexperiment heraus, dass wir das Geschenk problemlos weiterschenken können, ohne den Erstschenker zu verärgern. Wie sich zeigte, hatten zwar die Weiterschenker ein schlechtes Gewissen, den Erstschenkern war es jedoch ziemlich egal, was mit ihren Geschenken geschah. Ausnahme: Das Geschenk wurde weggeschmissen – dies führte zu Verärgerung. Die Erklärung für das Ungleichgewicht in der Bewertung des Weiterverschenkens: Während die Beschenkten fälschlicherweise in dem Glauben waren, dass sie bei ihrem Gönner dauerhaft in der Schuld stünden, schlossen die Schenker relativ schnell mit dem Verschenken des Geschenks die Sache auch ab. Die Ergebnisse sind zwar mit Vorsicht zu genießen, da es sich um eine Laborsituation handelte in der die Probanden im Labor zwischen drei zur Verfügung gestellten Geschenken auswählen durften und damit der Aufwand eines Kaufs (zeitliche Kosten eines Geschenks) wegfiel. Die Forscher schlagen aber dennoch aufgrund ihrer Ergebnisse einen „Nationalen Tag des Weiterschenkens“ vor, um ein Geschenkrecycling zu ermöglichen (G&G 12, 2012).

18.05.2013

Arbeitnehmer aktuell: viel Frust, wenig Lust ...

(Bild: Fotolia)

Arbeitsverhalten: schlechte Stimmung

(TJ) Nur noch 52 Prozent der Beschäftigten sind mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden, so die aktuelle Manpower-Studie „Jobzufriedenheit 2013“. Etwa 43 Prozent der Arbeitnehmer haben innerlich schon gekündigt, stehen also kurz vor dem Absprung. Als Ursachen für die Unzufriedenheit im Job wurden u. a. genannt:
- schlechte Bezahlung: 24 Prozent
- Tätigkeit macht keinen Spaß: 11 Prozent
- mangelnde Abwechslung: 10 Prozent
- schlechtes Arbeitsklima: 10 Prozent
- Probleme mit dem Chef: 5 Prozent

Merke: Gutes Geld und angenehme Arbeitsbedingungen sind wesentliche Faktoren, die zu zufriedenen Mitarbeitern führen.

 

09.05.2013

Gedankenloses Geschenk?

(Bild: Fotolia)

Gewissensbisse: Falsches Geschenk kann weitergeschenkt werden

(MN) Wohin mit einem Geschenk, mit dem man gar nichts anfangen kann? Hat sich nicht jeder schon mal diese Frage gestellt? Forscher der London Business School fanden in einen Laborexperiment heraus, dass wir das Geschenk problemlos weiterschenken können, ohne den Erstschenker zu verärgern. Wie sich zeigte, hatten zwar die Weiterschenker ein schlechtes Gewissen, den Erstschenkern war es jedoch ziemlich egal, was mit ihren Geschenken geschah. Ausnahme: Das Geschenk wurde weggeschmissen – dies führte zu Verärgerung. Die Erklärung für das Ungleichgewicht in der Bewertung des Weiterverschenkens: Während die Beschenkten fälschlicherweise in dem Glauben waren, dass sie bei ihrem Gönner dauerhaft in der Schuld stünden, schlossen die Schenker relativ schnell mit dem Verschenken des Geschenks die Sache auch ab. Die Ergebnisse sind zwar mit Vorsicht zu genießen, da es sich um eine Laborsituation handelte in der die Probanden im Labor zwischen drei zur Verfügung gestellten Geschenken auswählen durften und damit der Aufwand eines Kaufs (zeitliche Kosten eines Geschenks) wegfiel. Die Forscher schlagen aber dennoch aufgrund ihrer Ergebnisse einen „Nationalen Tag des Weiterschenkens“ vor, um ein Geschenkrecycling zu ermöglichen (G&G 12, 2012).

 

08.05.2013

Lästiger Lobus temporalis

(Bild: Fotolia)

Kognitive Psychologie: Erinnern und Rechnen

(MN) Forscher der Standford University fanden heraus, dass sich Kopfrechnen und ein Sich-erinnern gegenseitig ausschließt. Die Gründe liegen in den neuronalen Strukturen unseres Gehirns. Offenbar sind für das Prozessieren von selbstbezogenen Erinnerungen („Ich habe heute einen Apfel gegessen“) und das Berechnen mathematischer Aufgaben („67+6=75“) konkurrierende Erregungsmuster aktiv. Es konnte in der Untersuchung gezeigt werden, dass je stärker die an den selbstbezogenen Erinnerungen beteiligten Nervenzellen im mittleren Schläfenlappen erregt wurden, desto stärker erwies sich ihre Hemmung angesichts einer mathematischen Formel (G&G 11, 2012).

 

07.05.2013

Anfassen von Vorteil?

Kaufverhalten: Berührung eines Fremden

(MN) Eine Studie an der Queensland University of Technology beschäftigte sich mit der Frage, welchen Effekt eine scheinbar zufällige zwischenmenschliche Berührung durch einen Fremden in einem Geschäft auf das Kaufverhalten hat.

Als Setting für dieses Experiment wurde ein Geschäft gewählt, in dem es Taschen und Koffer zu kaufen gibt. Bei den Probanden handelte es sich um zufällig vorbei kommende Personen, die einkaufen wollten. Diese wurden informiert, dass zurzeit ein wissenschaftlicher Versuch läuft, der das Kaufverhalten untersuchen soll. Die Probanden wurden gebeten, das Geschäft so wie immer zu betreten und sich eine bestimmte Tasche in der Mitte des Verkaufsraumes anzuschauen. Es war ihnen zudem aber auch freigestellt, vorher und nachher noch andere Produkte zu betrachten, wenn sie dieses wünschten. Während dieser Betrachtung wurden sie zufällig in der Mitte des rechten Schulterblattes berührt. Diese Berührung dauerte jeweils nur eine halbe Sekunde und wurde durch den Versuchsleiter mit der Mitte seines Unterarms ausgeführt Es wurde nicht die Hand verwendet, da eine Berührung mit der Handfläche meist als Signal eines Kommunikationswunsches verstanden wird. In einer Kontrollgruppe wurden die Probanden nicht berührt.

Für jede Kaufsituation wurde die Zeit gestoppt und die Versuchsperson bekam anschließend einen Fragebogen ausgehändigt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine zufällige Berührung tatsächlich einen Effekt auf das Kaufverhalten hat: Konsumenten, die während einer Produktbetrachtung von einer fremden Peron berührt werden, bewerten die Marke schlechter, haben weniger Vertrauen in das Produkt, haben eine geringere Zahlungsbereitschaft und verwenden insgesamt weniger Zeit im Geschäft als Konsumenten, die nicht berührt werden. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Besonders schlecht sind die Werte, wenn es sich bei der berührenden Person um einen Mann handelt. Auch diese Negativeffekte gelten sowohl für männliche als auch für weibliche Probanden (JCR, 39 , 1, 2012, 174-184).

 

07.05.2013

Glatt gelogen?

(Bild: Fotolia)

Blickverhalten: Schau mir in die Augen ...

(MN) An der University of Edingburgh (Schottland) wurde nun in einem Labor-Versuch die These widerlegt, dass man an den Augenbewegungen erkennen könne, ob Menschen lügen. Gemäß der Theorie des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) schauen Menschen, die die Wahrheit sagen, eher nach links, während die Augenbewegung während des Lügens eher nach rechts geht. Dies konnte in Versuchen nicht bestätigt werden. Auch im realen Leben versagt die Theorie: Die Augenbewegungen von Angeklagten, bei denen der Wahrheitsgehalt der Aussagen später auf Lüge oder Wahrheit hin überprüft werden konnten, unterschieden sich zwischen den Gruppen der Lügner und Nicht-Lügner nicht (G&G 10, 2012).

 

05.05.2013

Narzisstische Spaßgesellschaft?

Jean Twenge ist auch Autorin des Buches "Generation Me"

Wertewandel: die Jugend von heute …

(TJ) Ein Leben in Luxus, frei von Verpflichtungen – wer hat nicht schon davon geträumt. Musikvideos, Werbung und Medien vermitteln durchaus den Eindruck, dass ein lockerer Lebensstil ohne Mühe machbar ist. Forscher der San Diego State University haben nun herausgefunden, wie weit sich diese bunte Werbewelt auch in den inneren Werten und Wunschvorstellungen Jugendlicher tatsächlich schon eingenistet hat.

Demnach ist der Materialismus, d. h. das Streben nach Geld, Besitz und Statussymbolen, bereits seit den 80er Jahren auf dem Vormarsch. Was aber offenbar verstärkt hinzukommt, ist die schwindende Lust auf Leistung. Jean Twenge untersuchte in einer umfangreichen Studie die sogenannte „Babyboomer-Generation“ und stellte die Daten denen der „Generation X“ und der „Millenials“ gegenüber. Diese letztere Gruppe der 1982 bis 1999 Geborenen findet laut Studie zu über 60 Prozent zwar Gefallen am großen Geld, aber nur vier von zehn Befragten sind auch gewillt aktiv etwas dafür zu tun.

Fazit: Die Arbeitsmoral der Jugend ist heute im Keller, weil uns die Welt in den Medien vornehmlich als Vergnügungspark verkauft wird.

 

02.05.2013

Zum Schreien: verdeckte Preiserhöhungen ...

(Bild: Fotolia)

Verbrauchersteuerung: mit Mogelpackungen ...

(TJ) Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet erneut über Produkte, deren Füllmenge reduziert, deren Verkaufspreis jedoch beibehalten wurde. Die Gewöhnung des Kunden an Produkte und ihre Preise bewirkt, dass auf den genauen Inhalt kaum geachtet wird. Zwar muss die Füllmenge auf dem Produkt deklariert und auch der Kilopreis im Regal ausgewiesen sein, doch beim Einkauf werden diese Angaben vom Kunden wohl zu selten geprüft. So enthielt eine Packung Pampers 2006 noch 44 Windeln, im Februar 2013 waren es jedoch nur noch 34 Stück - bei nahezu gleichem Preis. "Macht Procter & Gamble so weiter, ist die Packung in 20 Jahren leer", merkt die Verbraucherzentrale hierzu an. Ähnlich verhält es sich bei Chips. Bei Pringles betrug die Preiserhöhung per Packungsgröße offenbar satte 58,2 Prozent!

 

24.04.2013

Zahnseide gehört dazu

(Pressefoto: proDente e.V.)

Zahnputzverhalten: noch suboptimal ...

(TJ) Die englische Tageszeitung „The Sun“ meldet (22.04.13, S. 33), dass nur 25 Prozent der Briten ordentliche Zahnpflege betreiben. Diese Nachricht leitet natürlich unmittelbar zur Frage, wie es um das Zahnputzverhalten der Deutschen bestellt ist. Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) stellte hierzu fest, dass immerhin 72 Prozent der Erwachsenen sich zweimal täglich die Zähne putzen. Allerdings fand die Universität Witten/Herdecke heraus, dass die Dauer des Putzens im Bundesdurchschnitt zu gering ist, denn nur 40 Prozent nehmen sich für das Putzen ihrer Zähne drei Minuten oder länger Zeit. Zahnseide wird gar nur von 11 Prozent täglich zur Zahnpflege genutzt. Ein Kaugummi wird dagegen gerne mal von Frauen (32 Prozent) zur Zahnpflege zwischendurch gekaut, so eine Oral-B-Studie zum Thema.

 

18.04.2013

Infos: schnell mal scannen ...

(Bild: Fotolia)

Mediennutzung: grasen, rastern, scannen, zappen
(TJ) „Wozu brauchen wir noch Journalisten?“, fragt der ORF-Journalist Armin Wolf in seinem aktuellen Buch. Wolf beobachtet bedenkliche Entwicklungen in der Mediennutzung, die er als „grazing“, „scanning“, „snacking“ und „zapping“ beschreibt, so die Süddeutsche Zeitung (18.4.13, S. 37). Information wird also nicht mehr ganzheitlich aufgenommen, sondern häppchenweise konsumiert. Gerade junge Menschen grasen, rastern, knabbern und zappen in den modernen Medien herum, so Wolf, und sind dadurch für klassische Medien - wie etwa eine Tageszeitung - nahezu verloren. Was wirklich wichtig ist, das wird einem schon irgendwie zugetragen, so die Auffassung junger Menschen. Der Blick für das Ganze, für ein breites Wissen, das über eigene Interessenslagen hinausreicht, fehlt dadurch aber vielmals. Wofür eine Zeitung lesen, wenn die „News“ in Kurzform auch im Internet stehen? Wofür ein Buch bemühen, wenn die gleiche Information bequem auch bei Wikipedia zu bekommen ist? Journalistische Filterfunktionen und fachlicher Sachverstand von ausgebildeten Autoren sind kaum noch gefragt. Was zählt, das sind allein die schnellen Fakten. So schreitet nicht nur das Zeitungssterben weiter voran, auch Bildungsideale bröckeln.

BE.HAVE meint: Abhilfe kann z. B. ein Abonnement schaffen, wodurch das Zeitunglesen wieder zur Gewohnheit wird …

 

13.04.2013

Einer flog über das Kuckucksnest

(1975), Bild: Youtube

Psychiatrie: schneller drin als draußen ...
(TJ) Die Süddeutsche Zeitung (13.4.13, S. 14) berichtet über den Fall des Bernhard Torsch. Dieser postete – unüberlegt und alkoholisiert - auf Facebook, dass er sich vielleicht umbringen wolle. Was danach geschah, erinnert an den Kinofilm „Einer flog über das Kuckucksnest“. Torsch wurde von der Polizei zum eigenen Schutz und gegen seinen Willen in die Psychiatrie gesteckt – und blieb dort auch die nächsten Tage, inklusive Tabletten und Therapie. Für einen gesunden und lebensfrohen Menschen ein Albtraum, aus dem es offenbar kaum ein Entrinnen gibt. Der genaue Hergang des Geschehens aus erster Hand ist nachzulesen im Blog von Bernhard Torsch.

 

12.04.2013

Buchtipp: Psychologie für Kinogänger

Psyche und Kino: Borderliner beliebt ...
(TJ) Alex Forrest überschreitet Grenzen. Sie ist die gefährliche Geliebte im Spielfilm"Eine verhängnisvolle Affäre" - und zugleich ein filmisches Fallbeispiel für eine Borderline-Störung. Die Filmwelt ist voll von Gestalten mit Biographien, die aus psychologischer Sicht Besorgnis erregen. Auch Hannibal Lecter läßt an dieser Stelle herzlich grüßen. Wir Zuschauer lieben und brauchen offenbar das archetypische Wechselspiel zwischen Gut und Böse, zwischen Helden und Schurken. Kinogänger können also durchaus von sich behaupten, auch etwas für die psychologische Bildung zu tun, wenn sie den Bösewichten auf der Leinwand bei der Arbeit zuschauen. Die 100 größten Helden und Verbrecher der Filmgeschichte finden sich in einer Liste des American Film Institute (siehe unten).

 
10 größte Helden 10 mieseste Schurken
Atticus Finch (in TO KILL A MOCKINGBIRD) Dr. Hannibal Lecter (in THE SILENCE OF THE LAMBS)
Indiana Jones (in RAIDERS OF THE LOST ARK) Norman Bates (in PSYCHO)
James Bond (in DR. NO) Darth Vader (in THE EMPIRE STRIKES BACK)
Rick Blaine (in CASABLANCA) The Wicked Witch of the West (in THE WIZARD OF OZ)
Will Kane (in HIGH NOON) Nurse Ratched in ONE FLEW OVER THE CUCKOO'S NEST)
Clarice Starling (in THE SILENCE OF THE LAMBS) Mr. Potter (in IT'S A WONDERFUL LIFE)
Rocky Balboa (in ROCKY) Alex Forrest (in FATAL ATTRACTION)
Ellen Ripley (in ALIENS) Phyllis Dietrichson (in DOUBLE INDEMNITY)
George Bailey (in IT'S A WONDERFUL LIFE) Regan MacNeil (in THE EXORCIST)
T. E. Lawrence (in LAWRENCE OF ARABIA) The Queen (in SNOW WHITE AND THE SEVEN DWARFS)

6.04.2013

Zugfahrer zu zögerlich?

(Bild: Fotolia)

Reiseverhalten: schlechtes Benehmen

(TJ) Und noch eine englische Studie, die endlich Licht in einen Lebensbereich bringt, der viele von uns beschäftigt: Was stört beim Zugfahren am meisten?

1. Laute Musik, die aus Kopfhörern dringt
2. Körpergerüche
3. Trunkenheit
4. Laute Unterhaltungen mit Freunden oder Kollegen
5. Dauerndes Treten gegen die Rückbank
6. Aufdringliches Verhalten
7. Spürbare Atemluft anderer
8. Unerzogene, von den Eltern nicht beaufsichtigte Kinder
9. Füße auf den Sitzen
10. Ausdünstungen von mitgebrachtem Essen

Zugfahrer geben sich dabei erstaunlich geduldig. Im Schnitt warten sie etwa 17 Minuten, bevor sie auf störendes Verhalten reagieren, so die von O2 Money durchgeführte Erhebung.

 

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12.04.2013

Die Dosis macht das Gift

Buchtipp: Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm!

Fernsehkonsum: weiterhin hoch
(TJ) Fernsehen bleibt weiterhin Leitmedium bei den reiferen Konsumentenschichten. Bei den Jugendlichen bröckelt die Beliebtheit allerdings deutlich. So beträgt der Fernsehkonsum bei den 14- bis 29-Jährigen in Deutschland nur noch 2.15 h. Nachstehend die durchschnittliche Gesamtsehdauer aller Zuschauer:

Deutschland - 3:42 h
Frankreich - 3:50 h
Großbritannien - 4:01 h
USA - 4:52 h

(Quelle: Eurodate TV Worldwide, aus: Horizont 14/2013)

 

6.04.2013

Haarige Angelegenheit: Partnerwahl ...

(Bild: Fotolia)

Partnerwahlverhalten: brünett bevorzugt?

(TJ) Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit findet derzeit wohl ein Paradigmenwechsel in der Beurteilung potentieller Partner statt, zumindest in England. Nicht mehr blonde Frauen werden von Männern bevorzugt, berichtet etwa The Telegraph, sondern solche mit dunklem Haar. Eine vom Online-Drogisten Superdrug.com initiierte Umfrage unter 1.000 Männern in Großbritannien ergab, dass 48 Prozent der Befragten sich bevorzugt Freundinnen mit braunem Haar suchen, aber nur 25 Prozent Blondinen bevorzugen. 27 Prozent der Männer ist die Haarfarbe immerhin egal.

 

5.04.2013

Luxus als Lebensinhalt?

(Bild: Fotolia)

Konsumverhalten: moderne Statussymbole

(TJ) Woran misst oder erkennt man eigentlich “Reichtum”? Eine aktuelle Studie von Quidco.com, bei der 2.000 Verbraucher in Großbritannien befragt wurden, benennt konkret folgende Statussymbole:
- Eigenheim (für mind. 700.000 €)
- Putzfrau, Kinderfrau, Gärtner
- Personal Trainer, Mitgliedschaft in Top-Fitnessstudio
- Luxusautos (Aston Martin, Ferrari, Porsche)
- 3D Fernseher (mit 130 cm Diagonale)
- Exklusive Urlaubsreisen (Karibik, Indischer Ozean)
- Designer-Uhren (Rolex, Tag)
- Eigenes Ferienhaus
- Edle Handtaschen (Prada, Mulberry)
- Feine Koffer (Louis Vuitton)
- Schicke Schuhe (Christian Louboutin)
- Taxi fahren, First-class fliegen
- Regelmäßige Maniküre
- Champagner trinken
Das Ergebnis ist Materialismus und Markenwahn pur. Die Studie offenbarte zudem, dass 14 Prozent der Befragten auch “demonstrativen Konsum” pflegen, also reicher erscheinen wollen als sie es eigentlich sind.

 

21.03.2013

Feldforschung am Fernseher

(Bild: DVD-Cover)

Medienpsychologie: die Fussbroichs reloaded

(TJ) Zehn Jahre später - und sie sind wieder da. Diesmal nicht im Fernsehen, dafür aber auf DVD. Die Kölner Kleinfamilie, bestehend aus Vater Fred, Mutter Annemie und Sohn Frank, war zum ersten Mal 1989 im WDR-Fernsehen zu beobachten. Alles begann 1979 mit einem Interview der Fussbroichs über den wachsenden Konsum von Kinderspielzeug; danach folgte ein Fernseh-Experiment, das sich zur soziologischen Langzeit-Feldstudie entwickelte. Viele Zuschauern faszinierte das Format, es endet erst 2003. Jetzt starten die Fussbroichs wieder durch – und zeigen den Geissens und Katzenbergers dieser Welt, wie eine gute Doku-Soap gestrickt sein muss.

 

20.03.2013

Logo der Initiative

gegen geplante Obsoleszenz

Produktpsychologie: geplanter Verschleiß

(TJ) Als „geplante Obsoleszenz“ wird der gewollte frühzeitige Verschleiß von Produkten bezeichnet, ein Phänomen, das im Marketing hinlänglich bekannt ist. Gablers Wirtschaftslexikon sprach schon vor dreißig Jahren (1984, S. 511) von einer „Wirf-es-weg-Psychose“, die unsere Konsumwelt erfasst hat. Waren werden dabei von der Industrie punktgenau präpariert, ähnlich einem Toilettenpapier, das an den perforierten Stellen zerreißt. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat hierzu nun eine Studie in Auftrag gegeben, weil die geplante Obsoleszenz dazu führt, dass viele Geräte vorzeitig ersetzt werden müssen. Und „dies bedeutet eine unnötige Ressourcenverschwendung“, so die Grünen.
Dass eingebauter Verschleiß schlichtweg eine Sauerei ist, meinen zahlreiche Konsumenten, die sich auf der Internet-Seite www.murks-nein-danke.de zu Wort melden. Über einen Tintenstrahldrucker wird dort z. B. folgende Erfahrung berichtet: „Nach langen Recherchen im Internet bin ich auf die Tatsache gestoßen, dass Drucker mit einem internen Zähler ausgestattet sind, der nach Erreichen der voreingestellten Seitenzahl einen Fehlercode generiert (meistens Druckkopf kaputt) bei dem sich wirtschaftlich nur eine Neuanschaffung lohnt. Durch das simple Tippen der zwei Tasten in der richtigen Kombination wird der Zähler auf Null gesetzt und das Gerät läuft wie neu. Seitdem sind fast 5 Jahre vergangen und das Gerät läuft super. Das ist nicht nur Murks, sondern Betrug!“

So darf man das wohl sagen …

 

11.03.2013

Mediennutzung: Gucken, bis nichts mehr geht …

(TJ) Ja, Till Schweiger hat den ARD-Tatort tatsächlich in den Quotenhimmel (12 Mio. Zuschauer) geführt. Aber auch er ändert nichts daran, dass immer weniger Zuschauer vor dem Fernseher auf gute Sendungen warten. Dafür wollen immer mehr Menschen ihr Programm selbst gestalten, sei es per Internet-Stream oder klassisch per DVD. Zugleich verfallen Film-Fans durch die Verfügbarkeit der Medien leicht in eine neue Sucht, wie die Süddeutsche Zeitung (11.03.13, S. 9) berichtet: Es beginnt mit der ersten Marathon-Sitzung, bei der Folge um Folge hintereinander wegkonsumiert wird, dem „Marathoning“, und es endet im besorgniserregenden „Binge Viewing“, dem Gucken bis zum Exzess. Auslöser der Sucht sind nicht selten amerikanische Serien, die so gut gemacht sind, dass sie den Zuschauer nicht mehr loslassen. BE.HAVE (1/12, S. 5) widmete dieser neuen Gestaltungsform, dem "seriellen Erzählen", bereits einen längeren Beitrag.

Linktipp: Torrent- Magazin für serielles Erzählen

8.03.2013

Appell ans Mitgefühl

(Bild: Fotolia)

Kommunikationspsychologie: mit gut gewählten Worten bewegen

(TJ) Wer Spenden sammeln will, der sollte den Aufruf psychologisch geschickt formulieren. Der Slogan „Blutspenden verhindern Todesfälle“ kommt nämlich deutlich besser an als die Formulierung „Blutspenden retten Leben“. So lautet das Ergebnis einer Studie der Wissenschaftlerin Eileen Chou, über die die Süddeutsche Zeitung berichtet: „Einen Aufruf so zu formulieren, dass er andere vor einem Verlust bewahrt,“ motiviert die potentiellen Spender stärker als der Werbehinweis, „dass anderen ein Vorteil gegeben werde.

Merke: Sprachliche Formulierungen können Wirkungen sehr subtil entfalten.

 

2.03.2013

FAZ: täglich ca. eine Million Leser ...

(Bild: Pressefoto)

Medienforschung: Dahinter steckt ein kluger Kopf ...

(TJ) Der Kressreport (3/13, S. 12) berichtet über eine aktuelle Medienanalyse. Danach befinden sich unter den Lesern folgender Printmedien die meisten Akademiker:
1. manager magazin
2. FAZ
3. FAS
4. Capital
5. WirtschaftsWoche
6. SZ Magazin
7. Die Zeit
8. Handelsblatt
9. Welt am Sonntag
10. Der Tagesspiegel

Der Anteil der Personen, die ein Studium absolviert haben, ist bei den Leser des manager magazin gut vier Mal und beim Tagesspiegel etwa drei Mal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, so der Kressreport.

Fazit: Lesen bildet. Und Bildung bevorzugt offenkundig die benannten Blätter.

 

2.03.2013

Gesang und große Gefühle ...

(Bild: Youtube)

Musikpsychologie: Hits mit Gänsehautgarantie?

(TJ) „Etwa 70 Prozent der Menschen in unserer Kultur kennen das Gefühl des wohligen Schauers“ beim Musikhören, berichtet Prof. Altenmüller im aktuellen Heft Forschung & Lehre (3/13, S. 190 f.). Notwendig, um eine Gänsehaut zu erzeugen, sind offenbar „strukturelle Brüche in der Musik, neuartige akustische Strukturen, ungewöhnliche Klangqualitäten und insbesondere auch bewegende menschliche Stimmen.“ Beispiele für die ergreifende Wirkung poplärer Musik finden sich zuhauf: der Titelsong zum Film Titanic etwa, oder auch die spektakulären TV-Auftritte von Susan Boyle (siehe Bild) und Paul Potts. Erfolgreiche Songs zu komponieren dürfte jedoch auch vor dem Hintergrund musikpsychologischer Erkenntnisse nicht einfacher werden, zu komplex und zeitgeistabhängig bleibt das Faktorengeflecht.

 

Nicht Psychologe, sondern Hit-Produzent

(Bild: Buchcover)

Wie sich ganz ohne Psychologie, dafür aber mit Gespür für den Massengeschmack, Erfolge erzielen lassen, führten in den 80er Jahren Mike Stock, Matt Aitken und Pete Waterman vor. Ihre „Hit-Fabrik“ erschuf Erfolge am Fließband (über 100 Top-40-Hits in Großbritannien allein). Zu dieser Zeit waren die Songs von Kylie Minogue, Jason Donovan oder Rick Astley, um nur einige zu nennen, musikalische „Produkte“ mit Gänsehautgarantie. Und das, obwohl manche der Lieder in nur einer halben Stunde zusammengeschrieben wurden (vgl. Waterman, S. 208 f., siehe Buch rechts). Noch heute, so erzählt Waterman (S. 224), werde er z. B. auf das „mythische“ Duett („Especially for you“) von Kylie & Jason angesprochen.

Merke: Gelegentlich, wenn es beim Musikmachen schnell gehen soll, wird es sogar richtig gut …

 

26.02.2013

Bio? Ja, bitte! Betrug? Nein, danke!

(Bild: Fotolia)

Verbraucherverhalten: Betrüger schüren Wut

(TJ) Betrugsfälle (wie aktuell bei Bio-Eiern) rufen bei Verbrauchern typischerweise zwei Reaktionen hervor: Resignation oder Reaktanz. Die Resignation ist Ausdruck des Ohnmachtsgefühls, das der Verbraucher gegenüber den nicht greifbaren Betrügern empfindet. Die Reaktanz ist dagegen ein Ausdruck der Wut, gerade weil es hier ausgerechnet um Bio-Produkte geht. Um das Gefühl der Ohnmacht zu verhindern bedarf es keiner neuen Kontrollen und Gesetze, sondern schlicht mehr Transparenz. Trotz zahlreicher Zeitungsberichte über den Bio-Betrug bleiben die betroffenen Betriebe bislang leider unbenannt, von den verantwortlichen Personen ganz zu schweigen - niemand ist letztlich greifbar. Verbraucher können ihrem Ärger daher tatsächlich nur mittels deutlichem Verhalten Luft machen, indem sie noch konsequenter Massenware meiden und nur bei Bauern vor Ort oder Bio-Läden kaufen, die ihre Produktionsweisen und Einkaufswege belegen können. Manchmal bedarf es offenbar starker Frustrationen, um Käufer so wachsam und wehrhaft zu machen, dass Betrüger keine Chance mehr bekommen - leider!

Hier gibt es wenigstens etwas Klarheit: www.Lebensmittelklarheit.de
Und hier finden sich klare Positionen zur Massentierhaltung: www.Peta.de

 

25.02.2013

Bei Bedarf auch ein bisschen Botox ...

(Bild: Fotolia)

Tiefenpsychologie: "Alter, verschwinde!"

(TJ) Abwehrmechanismen sollen dafür sorgen, unsere Seele vor unangenehmen Wahrheiten zu schützen. Für Sigmund Freud ist die psychologische Verpackung von Problemen eine hohe Kunst, eine kulturelle Leistung gar, die dem Menschen das Leben überhaupt erst erträglich macht. So weiß auch die Werbung, dass Wahrheiten häufig weh tun, Verharmlosungen dafür umso erfreulicher auf den Verbraucher wirken. Wo immer Menschen im vorgerückten Alter für Produkte begeistert werden sollen, ist es daher offenbar unvermeidlich, sie auf Bildern als vitale "Best Ager" zu zeigen. Aber vielleicht wäre es psychologisch noch besser, das Thema überhaupt nicht zu thematisieren. Es bedarf nämlich nicht der Werbung, sondern allein eines funktionierenden Geistes, um sich die Zumutungen des Alters nicht antun zu müssen. So berichtet selbst Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in der Zeitschrift Chrismon erfrischend ehrlich, dass er sich dabei ertappt zu denken: "Später, wenn du erwachsen bist, dann..." Willkommen im Club, mag man ihm da zurufen, weil der infantile Regress durchaus regelmäßig auch bei Menschen jenseits der Lebensmitte zu beobachten ist. "Oft meldet sich in mir eine mahnende Stimme: Sei doch realistisch!", so Friedrich weiter, doch "ich verdränge die Tatsache, dass ich älter werde. Verdrängen ist bei mir bisweilen ein Schutzmechanismus, der gut funktioniert."

Diesen wahren Worten ist ergänzend eigentlich nur die Forderung anschließen, auf gut gemeinte Motive von "Best Agern" in der Werbung ganz zu verzichten - und stattdessen wieder konsequent der Jugendlichkeit den Vorzug zu geben.

 

22.02.2013

Bienen nur noch mit BMI unter 20 ...

(Bild: Fotolia)

Medienpsychologie: Keine dicken Brummer mehr auf dem Bildschirm?

(TJ) Das ZDF meldet, dass demnächst eine Neuauflage der Zeichentrickserie "Die Biene Maja" gesendet wird. Was zunächst nach einem netten Wiedersehen mit einem altbekannten Brummer klingt, könnte sich bei näherer Betrachtung als bedenkliche Begegnung erweisen. Bisher war Maja für ihren Kugelbauch bekannt. Nun aber erscheint sie im „modernen 3D-Look“ auf dem Bildschirm, sprich als verschlankte Wespen-Version. Wozu diese Modernisierungen, warum solche Veränderungen, fragt sich der Kenner der alten Zeichentrickserie. Den konservativen Kritikern hält das ZDF kurzerhand die „geänderte Dynamik heutiger Sehgewohnheiten“ entgegen, so die Süddeutsche Zeitung – was immer damit auch gemeint sein soll. Eher als Randnotiz erscheint hier noch die Meldung, dass auch Karel Gott ausgemustert wurde. Die Titelmelodie wird fortan von Helene Fischer vorgetragen.

 

18.02.2013

Ross und Reiter

(Bild: Fotolia)

Pferdefleisch-Lasagne: Ross und Reiter nennen!
(TJ) Der Ruf nach dem starken Staat ist wie ein Reflex: Fühlen Verbraucher sich betrogen, werden stets stärkere Kontrollen gefordert. Behördliche Kontrollen zu fordern ist bequem, fördert aber allein die Bürokratie. Besser wäre es wohl, auch Konsumenten würden zukünftig noch genauer hingucken, was sie sich wo und zu welchem Preis zu essen kaufen. Wer einfach nur Vorschriften und schärfere Kontrollen fordert, der unterschätzt den Einfluss, den das eigene Konsumverhalten hat.
Was aber ist mit den Betrügern? Ihnen, die vorsätzlich Verbraucher täuschen, muss das Handwerk gelegt werden - und zwar konsequent. Tatsächlich mangelt es vornehmlich an Transparenz, bei der "Ross und Reiter" eines Betrugs konkret benannt werden können, wie Renate Künast in Bezug auf den Pferdefleischskandal fordert. Und hier geht es nicht um den harmlosen Hinweis auf Unternehmen, die keiner kennt, sondern um die Benennung der Personen, die Verantwortung in solchen Läden tragen. Wer sind diese Menschen, die vorsätzlich betrügen? Wo und wie leben sie? Und wer hat noch von den Machenschaften gewusst, aber nichts gesagt? Welche Mitarbeiter haben einfach mitgemacht, sich so zum betrieblichen Mittäter gemacht? Das wären interessante Antworten, die auch eine Abschreckungswirkung hätten. Totalen Schutz für Verbraucher wird es niemals geben, aber Transparenz würde helfen, dass Täter nicht einfach mehr in der Anonymität abtauchen können.

 

17.02.2013

Nein, das ist nicht

"Deutschlands erfolgreichste Sängerin", Andrea Berg (Bild: Fotolia).

Musikpsychologie: Was Hörer wirklich wollen
(TJ) Natürlich kann jeder hören, was er will. Aber media control listet nun einmal auf, was wohl die Wahrheit des bundesdeutschen Musikgeschmacks ist:
1. Heino: Mit freundlichen Grüssen
2. Matthias Reim: Unendlich
3. Andrea Berg: Abenteuer (70. Woche!)
Wie diese Daten zu erklären sind, wäre ein Thema für die tiefenpsychologische Rezeptionsforschung. Sorgt Andrea Berg mit gutem Aussehen für viele verkaufte Songs? Hören wir Heino nur heimlich, dafür aber häufig? Oder macht die Musik von Matthias Reim vielleicht doch richtig gute Laune?

 

13.02.2013

Zweite Welten ...

(Buchcover: S. Fischer Verlag, Frankfurt, 2012)

Buchtipp: "Zweite Welten" - das alltägliche Doppelleben ...
(TJ) Vorweg: Leichte Kost ist das neue Buch von Robert Pfaller nicht. Es geht der Frage nach, warum Menschen Doppelleben führen oder sich zumindest geheime Wunschwelten erträumen. Klar, es geht dabei um Eskapismus, den geistigen oder realen Ausstieg aus der leidigen Realität. Die "Traumfabrik" Hollywood lässt grüßen. Aber interessant ist die These, dass es solcher Fluchten tatsächlich bedarf, um dem Mensch überhaupt seine Alltagsnormalität zu sichern. Eine anspruchsvolle und spannende Lektüre - wie gemacht für weitsichtige Wirtschaftspsychologen!

 

7.02.2013

Mehr- oder Einweg?

(Bild: BE.HAVE)

Konsumentenpsychologie: Probleme mit dem Pfandzeichen?
(TJ) Nach Ansicht der Bundesregierung fällt es vielen Käufern schwer, Pfandsorten zu unterscheiden. Eine neue Verordnung soll daher Klarheit schaffen. Die Hinweise "Einweg" und "Mehrweg" sollen nun extra großgeschrieben werden (müssen), damit der Verbraucher sie auch wahrnimmt.

Aber bedarf es wirklich solcher Verordnungen, um dem Verbraucher den Weg zu weisen? So wächst nämlich nicht nur die Größe des Pfandzeichens, sondern vor allem auch die Flut an Vorschriften ...

 

1.02.2013

Schönheit kann auch schaden

(Bild: Fotolia)

Personalpsychologie: Schönheit schürt Eifersucht
(TJ ) Das Medienportal Meedia.de berichtete aktuell über eine Studie von Bradley Ruffle, Professor an der Ben-Gurion University in Israel. Danach werden attraktive Bewerberinnen bei Personalentscheidungen benachteiligt. Tatsächlich sind es vornehmlich Frauen in Personalentscheidungspositionen, die das diskriminierende Verhalten an den Tag legen. Ruffle sieht das Motiv für die tendenzielle Ablehnung attraktiver und zugleich qualifizierter Kandidatinnen in der weiblichen Eifersucht begründet: "Females in charge of hiring at the companies themselves may well be jealous of prospective female employees who are attractive ..." (Ruffle, 2011: Are Good-Looking People More Employable?, S. 24)

 

Haben Sie schon einmal Diskriminierung im Beruf erlebt?

Ja
Nein

28.01.2013

Persönlichkeit: Orientierung an Idolen?
(TJ) Das Institut für Desmoskopie in Allensbach (IfD) fragte die Deutschen nach ihren Vorbildern. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt genießt danach immer noch hohes Ansehen.

"Unter den (...) Vorbildern befinden sich einige generationsübergreifend Hochgeschätzte, so insbesondere Nelson Mandela, Mahatma Gandhi, der Dalai Lama oder Sophie Scholl. Andere, wie insbesondere Barack Obama, Bill Gates oder auch Michael Schumacher und Che Guevara, werden von jungen Menschen deutlich häufiger als Vorbilder genannt als von Älteren", so das IfD.

Die Nennung der Vorbilder wäre bei anderen Vorgaben vermutlich ganz anders ausfallen. Auf Twitter etwa haben Lady Gaga oder Justin Bieber unangefochten die meistens Fans, nach denen wurde allerdings nicht gefragt.

Vorbilder der Deutschen (in Prozent)

Michael Schumacher ist begehrter Markenbotschafter

(Bild: obs/Hörmann KG)

  • Mutter Teresa 39
  • Nelson Mandela 30
  • Helmut Schmidt 29
  • Mahatma Gandhi 29
  • Albert Schweitzer 26
  • Dalai Lama 23
  • Willy Brandt 22
  • Konrad Adenauer 22
  • Sophie Scholl 18
  • Barack Obama 17
  • Martin Luther 16
  • John F. Kennedy 13
  • Bill Gates 10
  • Rosa Luxemburg 10
  • Papst Benedikt XIV 9
  • Steffi Graf 8
  • Otto von Bismarck 8
  • Michael Schumacher 7
  • Che Guevara 6
  • (Quelle: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 11001 (Dez. 2012))
 

27.01.2013

Bunte Blätter sind weit verbreitet und beliebt

(Bild: BE.HAVE)

Medien: "Bild Dir Deine Meinung"
(TJ) Die Vorstellungen über den typischen Bild-Leser sind stark von Klischees geprägt. Fast drei Millionen Käufer findet die Zeitung täglich. Wer aber liest das Blatt wirklich? Welches Leserprofil steckt dahinter? Der Branchendienst Meedia.de hat das Phänomen nun näher untersucht und schließt:

"Der typische Bild-Leser ist also ein Mann im Alter von 40 bis 59 Jahren. Er ist zur Haupt- oder Realschule gegangen, arbeitet als Facharbeiter und verfügt über ein Haushalts-Nettoeinkommen von 1.500 bis 2.500 Euro."

Spontanes Gefühl: Das Ergebnis überrascht durch Bestätigung.

 

25.01.2013

Ganz sicher gute Schüler: Charlotte, Marie, Lukas

(Bild: Fotolia)

Ersteindruck: Nomen est omen
(TJ) "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose", so die Kernaussage einer Studie, die in Deutschland bereits für Diskussionen sorgte. Nun wurde auch in Großbritannien untersucht, welcher Zusammenhang bei (63.000) Schülern zwischen Name und Benehmen besteht. Die Info-Seite Schoolstickers.co.uk stellte das Untersuchungsergebnis näher vor, hier die Kurzfassung:

Wohlerzogene Mädchen: Elizabeth, Rosie, Grace, Lydia, Emma, Samantha, Alexandra, Emily, Anna, Alice
Ungezogene Mädchen: Paige, Niamh, Natalie, Natalie, Holly, Phoebe, Molly, Abbie, Jade, Leah, Stephanie
Nette Jungs: Benjamin, Alex, Jordan, Mohammed, Aaron, Joshua, Alexander, Lewis, Harry, Nathan
Rabauken: Bradley, Jacob, William, Morgan, Joe, Dylan, Reece, Luke, Connor, Joseph

Merke: Es gibt genug Namen, deren Wahl nicht von Nachteil ist.

 

23.01.2013

Kleine Kunstwerke: von schlicht bis schön ...

(Bild: BE.HAVE)

Produktdesign: schön, geht doch!
(TJ) Discounterware muss nicht nüchtern gestaltet sein. Das Auge kauft schließlich mit, auch wenn es nur um Pfennigartikel geht. Richtig gut gestaltet sind etwa manche Schachteln von Kosmetik- bzw. Einwegtüchern. Der Druck- und Gestaltungsaufwand ist gering, der ästhetische Gewinn dagegen groß. Das nebenstehende Bild zeigt Varianten von schlicht bis schön, von Anbietern wie Metro, Netto und Aldi. Schöne Schachteln als Vorbild für viele weitere Produkte, die sich ähnlich leicht optisch aufpeppen ließen? Kunden würden sich wahrscheinlich freuen.

Fazit: Auch profane Produkte können kleine Kunstwerke sein.

 

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